Detailansicht
As the monster speaks
das Monster als Transgression von vergeschlechtlichten Körpergrenzen und -normen
Lena Mader
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Gender Studies
Betreuer*in
Andrea Braidt
DOI
10.25365/thesis.80276
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13876.34807.274716-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeit wird das subversive Potenzial des Monsterbegriffs im Hinblick auf normative Vorstellungen von Körper und Geschlecht untersucht. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern fabrizierte Grenzen dieser Kategorien mithilfe eines solchen Potenzials überschritten werden können. Ziel ist es, diese Subversionsmöglichkeit in Beziehung zur Praxis der Maskerade zu stellen und es anhand künstlerischer Aufarbeitungen erfahrbar zu machen. Daraus ergeben sich folgende Forschungsfragen: Wie kann der monströse Körper Normvorstellungen durchbrechen und überschreiten? Welche Rolle spielen Kostümierung und Maskerade als Praktiken der „Vermonsterung” dabei? Die Methode Künstlerische Forschung wird für die Bearbeitung dieser Forschungsfragen angewandt, indem theoretische Auseinandersetzungen zu Monster, Maskerade, Körper und Karneval in einen kreativen Prozess überführt werden. Die dadurch entstandenen Arbeiten – Masken, Textilskulpturen, Collagen und Selbstportraits – fungieren als ästhetisch-empirische Instrumente, die das monströse Potenzial sichtbar und erfahrbar machen. Die Analyse dieses Forschungsprozesses zeigt: Das Monster entzieht sich den normierenden Regulierungen von Körper und Geschlecht und verunmöglicht damit eine eindeutige Zuordnung im binären System. Durch seine fluide, ambivalente und transgressive Gestalt bedroht es die Vorstellung eines abgeschlossenen Subjekts. Die Praxis der Maskerade dient dabei als zentrales Werkzeug der Transformation – sie ermöglicht, eine monströse Körperlichkeit anzunehmen und somit das Regime binärer Identitätskategorien zu unterlaufen. Damit öffnet die Arbeit eine erweiterte Perspektive auf die Subversion von gesellschaftlichen Normvorstellungen durch eine künstlerisch-kritische Bearbeitung.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the subversive potential of the concept of monsters regarding normative ideas about the body and gender, focusing on the extent to which fabricated boundaries between these categories can be transcended. The aim is to relate this potential to the practice of masquerade and to make it tangible through artistic interpretations. This results in the following research questions: How can the monstrous body break through and transcend normative ideas? What role do costume and masquerade play as practices of “monsterisation”? The method Artistic Research is used to address these questions by translating theoretical discussions on monsters, masquerades, bodies and carnivals into a creative process. The resulting works – masks, textile sculptures, collages and self-portraits – function as aesthetic-empirical instruments that make the monstrous potential visible and tangible. Analysis of this research process shows that monsters elude the normative regulations of body and gender, thus making it impossible to assign them clearly to the binary system. With their fluid, ambivalent and transgressive form, they pose a threat to the idea of a contained subject. The practice of masquerade functions as a central tool of transformation in this context – it enables the adoption of a monstrous corporeality and thus undermines the regime of binary identity categories. In this way, the thesis provides an expanded perspective on the subversion of social norms through artistic-critical engagement.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Monster Gender Maske Trans Studies Queer Studies Körper Identität
Schlagwörter
(Englisch)
Monster Gender Mask Trans Studies Queer Studies Body Identity
Autor*innen
Lena Mader
Haupttitel (Deutsch)
As the monster speaks
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Monster als Transgression von vergeschlechtlichten Körpergrenzen und -normen
Paralleltitel (Englisch)
As the monster speaks
Paralleluntertitel (Englisch)
the monster as a transgression of gendered bodily boundaries and norms
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
102 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Braidt
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17774217
Utheses ID
78780
Studienkennzahl
UA | 066 | 808 | |
