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Das Recht auf immateriellen Schadenersatz nach Art. 82 DSGVO
Julia Hoser
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Maria Elisabeth Sturm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80159
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13951.31516.985571-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht den immateriellen Schadensersatz nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO im Lichte der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs. Ausgangspunkt ist das Urteil C-655/23, Quirin Privatbank vom 4. 9.2025, mit dem der EuGH klargestellt hat, dass bereits negative Gefühle wie Ärger oder Sorge einen immateriellen Schaden darstellen können und damit ersatzfähig sind. Aufbauend auf einer systematischen, teleologischen und wortlautbezogenen Auslegung wird gezeigt, dass der Begriff des immateriellen Schadens unionsautonom und weit zu verstehen ist. Die Arbeit analysiert die Voraussetzungen des Schadensersatzanspruchs nach Art. 82 DSGVO, Schaden, Rechtswidrigkeit, Kausalität und Verschulden, sowie die RSP zur Bemessung der Schadenshöhe. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausgleichsfunktion des immateriellen Schadensersatzes, die den vollständigen, aber nicht pönalen Ausgleich des erlittenen Nachteils sicherstellen soll. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der EuGH mit seiner RSP den Grundrechtsschutz der betroffenen Personen stärkt und die Effektivität des europäischen Datenschutzrechts durch eine einheitliche und konsequente Durchsetzung des immateriellen Schadensersatzanspruchs festigt.
Abstract
(Englisch)
This Master’s thesis examines non-material damages under Article 82 GDPR in light of re-cent case law of the Court of Justice of the European Union (CJEU). The study takes as its starting point the judgment in Case C-655/23, Quirin Privatbank (4 September 2025), in which the CJEU clarified that even negative emotions such as anger or anxiety may consti-tute compensable non-material damage. Based on a literal, systematic and teleological in-terpretation, the thesis demonstrates that the concept of non-material damage must be un-derstood autonomously and broadly within EU law. It further analyses the legal requirements for compensation under Article 82 GDPR, damage, unlawfulness, fault and causation, as well as the CJEU’s approach to determining the amount of compensation. As a related aspect, the compensatory function of non-material damages is discussed, highlighting that compensa-tion aims at full reparation rather than punishment. The findings show that the CJEU contin-ues to strengthen the protection of individual rights and to enhance the effectiveness and coherence of data protection enforcement across the European Union.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Datenschutz-Grundverordnung Datenschutz DSGVO Immaterieller Schadenersatz
Schlagwörter
(Englisch)
GDPR
Autor*innen
Julia Hoser
Haupttitel (Deutsch)
Das Recht auf immateriellen Schadenersatz nach Art. 82 DSGVO
Paralleltitel (Englisch)
The right to compensation for non-material damage under Article 82 of the GDPR
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
78 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maria Elisabeth Sturm
Klassifikation
86 Recht > 86.55 Datenschutzrecht
AC Nummer
AC17764329
Utheses ID
78782
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
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