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Der Zusammenhang von Arbeitsengagement, Sinnerfüllung, Tätigkeitsmerkmalen und Motiven in der Freiwilligenarbeit
eine Replikation und Erweiterung einer Erwerbstätigkeitsstudie auf den Bereich der Freiwilligenarbeit
Marlene Schwarzl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Christian Korunka
DOI
10.25365/thesis.80080
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14830.34587.519112-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Studie repliziert die Studie Kein Arbeitsengagement ohne Sinnerfüllung. Eine Studie zum Zusammenhang von Work Engagement, Sinnerfüllung und Tätigkeitsmerkmalen von Höge und Schnell (2012) im Kontext der Freiwilligenarbeit und erweitert den Ansatz um vier explorative Fragestellungen zu Motiven des freiwilligen Engagements. In einer Querschnittsstichprobe von N = 205 Freiwilligen wurden Arbeitsengagement (UWES), Sinnerfüllung (LeBe), Tätigkeitsmerkmale (JDS) und Freiwilligenarbeitsmotive (VFI) erhoben. Konfirmatorische Faktorenanalysen stützen die Annahme, dass Sinnerfüllung und Arbeitsengagement zwei distinkte, aber eng korrelierte Konstrukte sind. Das Tätigkeitsmerkmal Bedeutsamkeit der Aufgabe für andere erweist sich als zentraler Prädiktor des Arbeitsengagements. Dieser Zusammenhang wird zu einem wesentlichen Teil durch Sinnerfüllung vermittelt. Autonomie trägt im direkten Regressionsmodell der Freiwilligenstichprobe nicht eigenständig zu Engagement bei, zeigt jedoch indirekte Effekte über Sinnerfüllung. Als weiterer Unterschied zu Höge und Schnell (2012) fällt die Korrelation zwischen Sinnerfüllung und Engagement im Ehrenamt etwas geringer aus als in Erwerbsstichproben, was auf zusätzliche motivationale und soziale Pfade in freiwilligen Settings hindeutet. Die Einbeziehung der VFI-Motive präzisiert diese Prozesse: Wertorientierte Motive stehen in partiellem Zusammenhang mit der Bedeutsamkeit der Aufgabe für andere und Sinnerfüllung und vermitteln teilweise deren Wirkung auf Engagement. Über Sinnerfüllung hinaus leisten die Motive jedoch keinen substanziellen Zusatzbeitrag zur erklärten Varianz. Theoretisch integriert die Studie JD-R- und JCM-Perspektiven mit Sinn- und Motivationsansätzen und zeigt, dass im psychosozialen Ehrenamt insbesondere die wahrgenommene Wirkung für andere, indirekt auch Autonomie sowie erlebte Wertekongruenz die Sinnerfüllung – und darüber das Arbeitsengagement – fördern. Praktisch empfiehlt sich, Rollen so zu gestalten, dass die Wirkung für Dritte sichtbar wird, Autonomiespielräume bestehen und Wertepassung adressiert ist.
Abstract
(Englisch)
This study replicates Kein Arbeitsengagement ohne Sinnerfüllung. Eine Studie zum Zusammenhang von Work Engagement, Sinnerfüllung und Tätigkeitsmerkmalen by Höge and Schnell (2012) in the context of volunteer work and extends it with four exploratory questions on motives for volunteering. In a cross-sectional sample of N = 205 volunteers, work engagement (UWES), meaning in work (LeBe), job characteristics (JDS), and volunteering motives (VFI) were assessed. Confirmatory factor analyses support the experience of meaning in work and work engagement are two distinct yet closely correlated constructs. The job characteristic task significance for others emerges as a central predictor of work engagement. This association is to a substantial extent mediated by the experience of meaning in work. Autonomy does not contribute independently to engagement in the direct regression model for the volunteer sample, but it shows indirect effects via experienced meaning in work. Another difference to Höge and Schnell (2012) is that the correlation between meaning in work and engagement is somewhat lower in volunteer work than in paid work samples, suggesting additional motivational and social pathways in volunteer settings. Incorporating VFI-Motives clarifies these processes: value-oriented motives are partially related to task significance for others and to experienced meaning in work, and they partially mediate their effects on engagement. Experienced meaning in work remained the robust main predictor, and the VFI-Motives did not substantively increase explained variance. Theoretically, the study integrates JD-R and JCM perspectives with meaning- and motivation-based approaches, showing that in psychosocial volunteering, task significance for others, autonomy (indirectly), and value congruence foster meaningful work and, in turn, engagement. Practically, roles should be designed to make impact on beneficiaries visible, ensure autonomy, and address value fit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitsengagement Sinnerfüllung Tätigkeitsmerkmale Freiwilligenarbeit Wertefunktion Volunteer Functions Inventory JD-R JCM SDT
Schlagwörter
(Englisch)
work engagement meaning in work job characteristics volunteering Values Function Volunteer Functions Inventory JD-R JCM SDT
Autor*innen
Marlene Schwarzl
Haupttitel (Deutsch)
Der Zusammenhang von Arbeitsengagement, Sinnerfüllung, Tätigkeitsmerkmalen und Motiven in der Freiwilligenarbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Replikation und Erweiterung einer Erwerbstätigkeitsstudie auf den Bereich der Freiwilligenarbeit
Paralleltitel (Englisch)
The relationship between work engagement, meaining in work, job characteristics and motives in volunteer work
Paralleluntertitel (Englisch)
a replication and extension of an employment study to the field of volunteering
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
89 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Korunka
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17752732
Utheses ID
78785
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
