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Kritik, Autonomie und Vernunft im Zeitalter digitaler Medien
eine kritisch-theoretische Studie zur Erforschung veränderter Subjektbildungsprozesse unter den Bedingungen des digital-kapitalistischen Gesellschaftssystems
Caroline Ayşe Sarıçiftçi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
David Fraissl
DOI
10.25365/thesis.80045
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14851.29471.213181-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, inwieweit die spezifische Strukturiertheit kapitalistischer Gesellschaftsverhältnisse im Zeitalter der Digitalisierung sowie die damit verbundenen diskursiv-materiellen Aushandlungsprozesse die Herausbildung von Kritik, Autonomie und Vernunft in modernen Subjekten beeinflussen – und wie diese digital konstituierten Subjektivitäten wiederum auf gesellschaftliche Diskurs- und Strukturformationen zurückwirken bzw. gesellschaftliche Transformations- und Reproduktionspotenziale verändern. Im Zentrum der Analyse steht demnach die wechselseitige Relation zwischen Struktur, Diskurs und Subjektivität unter den Bedingungen des digital-kapitalistischen Gesellschaftssystems, wobei die Denk- und Handlungsmacht des Subjekts als Knotenpunkt gesellschaftlicher Transformation den Fokus der Untersuchung begründet. Auf Grundlage der wissenschaftstheoretischen Prämissen des Kritischen Realismus sowie der theoretischen Rahmung durch die Kritische Politische Ökonomie, die Kritische Theorie sowie die materialistische Diskurstheorie wird analysiert, wie digitale Technologien in die Produktionslogik des Kapitalismus eingebettet sind, in welcher Weise Digitalisierungsprozesse die spezifischen Mechanismen der Diskursbildung neu konfigurieren und welche Implikationen sich aus diesen dialektischen Dynamiken für die Ontogenese des Subjekts ergeben. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird das kritische, autonome und vernunftgeleitete Denk- und Handlungspotenzial der Subjekte sowie die daraus hervorgehenden Möglichkeiten hinsichtlich der Transformation bzw. Reproduktion gesellschaftlicher Strukturen erforscht, sodass ein kritischer Beitrag zum Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklungen unter den Voraussetzungen des digitalen Kapitalismus geleistet werden kann. Die Arbeit gründet auf einem explizit emanzipatorischen Anspruch, der die kritische Durchdringung vermeintlich selbstverständlicher Verhältnisse anstrebt und auf die Wiederaneignung von Kritik, Autonomie und Vernunft als zentrale Grundlagen gesellschaftlicher Mündigkeit gerichtet ist.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the extent to which the specific structuration of capitalist societal relations in the age of digitalization and the associated discursive-material negotiation processes influence the formation of critique, autonomy, and reason in modern subjects. It further examines how these digitally constituted subjectivities, in turn, affect societal discourse and structure formations, thereby altering the potentials for social transformation and reproduction. Consequently, the analysis centers on the reciprocal relationship between structure, discourse, and subjectivity under the conditions of the digital-capitalist social system, with the subject's capacity for thought and agency – as the nexus of social transformation – forming the core of the investigation. Drawing upon the scientific-theoretical premises of Critical Realism as well as the theoretical frameworks of Critical Political Economy, Critical Theory, and Materialist Discourse Theory, this work analyzes how digital technologies are embedded within the logic of capitalist production, in what manner digitalization processes reconfigure the specific mechanisms of discourse formation, and what implications arise from these dialectical dynamics for the ontogenesis of the subject. Building on these insights, the study explores the critical, autonomous, and reason-guided potential for thought and action in subjects, along with the resulting possibilities for the transformation or reproduction of social structures, in order to make a critical contribution to understanding societal developments under the conditions of digital capitalism. The thesis is founded on an explicitly emancipatory claim that seeks the critical penetration of seemingly self-evident relations and aims at the reappropriation of critique, autonomy, and reason as central foundations of social and intellectual maturity (Mündigkeit).
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kritik Autonomie Vernunft Struktur Handlung Diskurs Struktur-Handlungs-Verhältnis Subjektbildung Transformations- und Reproduktionspotenziale Kritischer Realismus Kritische Politische Ökonomie Kritische Theorie Materialistische Diskurstheorie Politische Philosophie
Schlagwörter
(Englisch)
Critique Autonomy Reason Structure Agency Discourse Structure-Agency Relationship Subject Formation Potentials for Transformation and Reproduction Critical Realism Critical Political Economy Critical Theory Materialist Discourse Theory Political Philosophy
Autor*innen
Caroline Ayşe Sarıçiftçi
Haupttitel (Deutsch)
Kritik, Autonomie und Vernunft im Zeitalter digitaler Medien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritisch-theoretische Studie zur Erforschung veränderter Subjektbildungsprozesse unter den Bedingungen des digital-kapitalistischen Gesellschaftssystems
Paralleltitel (Englisch)
Critique, autonomy, and reason in the age of digitalization
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
164 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
David Fraissl
AC Nummer
AC17751506
Utheses ID
78792
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
