Detailansicht
Mediale Verantwortung und Framing von Femiziden
Österreichische Boulevard- und Qualitätszeitungen im Vergleich
Magdalena Maria Kämpfer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Folker Hanusch
DOI
10.25365/thesis.80291
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14851.32107.642461-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen ist ein zentrales gesellschaftliches Problem. Besonders Femizide, die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, verdeutlichen patriarchale Machtverhältnisse und strukturelle Ungleichheiten. In Österreich ist die Zahl der Femizide alarmierend hoch, während die mediale Berichterstattung trotz bestehender Leitfäden für einen verantwortungsvollen Journalismus immer wieder Anlass zur Kritik gibt. Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Femizide 2024 in den vier reichweitenstärksten österreichischen Tageszeitungen (Kronen Zeitung, Heute, Die Presse, Der Standard) dargestellt werden. Mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse wird geprüft, inwieweit die Empfehlungen des Leitfadens „GewaltFREI leben“ der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) berücksichtigt werden und welche problematischen Frames die Berichterstattung dominieren. Zudem liegt der Fokus der Arbeit darauf, die Unterschiede zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen hinsichtlich ihrer Femizidberichterstattung aufzuzeigen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Empfehlungen des Leitfadens nur selten umgesetzt werden. Besonders häufig treten die Frames Einzelfall und Alltagsereignis sowie Sensationalismus auf. Qualitätszeitungen orientieren sich dabei stärker an den Empfehlungen des Leitfadens und vermeiden den Einsatz von Frames deutlich häufiger als Boulevardzeitungen.
Abstract
(Englisch)
Gender-based violence against women is a central social problem. Femicides, the killing of women because of their gender, highlight patriarchal power relations and structural inequalities. In Austria, the number of femicides is alarmingly high, while media coverage continues to be criticized despite existing guidelines for responsible journalism. This master's thesis examines how femicides are portrayed in 2024 in the four Austrian daily newspapers with the widest reach (Kronen Zeitung, Heute, Die Presse, Der Standard). Using quantitative content analysis, it examines the extent to which the recommendations of the “GewaltFREI leben” guidelines issued by the Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) are taken into account and which problematic frames dominate the reporting. In addition, the thesis focuses on highlighting the differences between tabloid and quality newspapers in terms of their reporting on femicide. The results show that the recommendations of the guidelines are rarely implemented. The frames individual case an everyday event as well as sensationalism occur particularly frequently. Quality newspapers tend to follow the guidelines more closely and avoid the use of frames significantly more often than tabloid newspapers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Femizide Österreich 2024 Framing Tageszeitung Boulevardzeitung Qualitätszeitung Gewalt gegen Frauen
Autor*innen
Magdalena Maria Kämpfer
Haupttitel (Deutsch)
Mediale Verantwortung und Framing von Femiziden
Hauptuntertitel (Deutsch)
Österreichische Boulevard- und Qualitätszeitungen im Vergleich
Paralleltitel (Englisch)
Media Responsibility and framing of femicides
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparison of Austrian tabloid and quality newspapers
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
91 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Folker Hanusch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC17779514
Utheses ID
78793
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
