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Verpflegung in österreichischen Volksschulen
bundesweite Analyse mit speziellem Fokus auf den Mittagstisch
Martina Hammer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80050
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16342.38576.668657-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Verpflegung ist ein wichtiger Ansatzpunkt der schulischen Gesundheitsförderung, da sie neben der Gesundheit, auch die schulische Leistung und Bildungschancen von Kindern, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund, verbessern kann. Besonders die Mittagsverpflegung rückt vermehrt in den Fokus. Im Zuge des Ausbaus ganztägiger Schulformen, spielt das Mittagessen als Teil des Betreuungsangebotes eine immer wichtigere Rolle in der bedarfsgerechten Ernährung der Volksschulkinder. Dennoch gab es bisher keine bundesweite Erhebung zur Verpflegungssituation in österreichischen Volksschulen. Die vorliegende Masterarbeit adressiert diese Datenlücke und untersucht im Rahmen einer Studie des vorsorgemedizinischen Instituts SIPCAN erstmalig bundesweit die Verpflegungssituation von österreichischen Volksschulkindern. Es wurde eine, nach Bundesland und Region, geschichtete Zufallsstichprobe aller österreichischen Volksschulen gezogen und 351 quantitative Interviews mit Schulleitungen durchgeführt. Anschließend folgte eine deskriptive Auswertung zur Beschreibung der Verpflegungsstruktur in den Volksschulen. In nahezu allen Schulen (94%) ist eine Betreuungsoption am Nachmittag verfügbar. Dementsprechend gibt es auch nahezu flächendeckend ein Angebot für einen Mittagstisch (93%). Allerdings nutzen lediglich 51% der Kinder das Angebot am Nachmittag tatsächlich. Fast die Hälfte der Volksschulkinder wird demnach am Nachmittag zu Hause betreut und verpflegt. Die Anbieterstruktur der Schulverpflegung ist sehr divers und variiert auch zwischen den Bundesländern stark. Externe Cateringunternehmen spielen die größte Rolle (30%), gefolgt von Gasthäusern (21%) und Senior*innenheimen (10%). In Volksschulen im urbanen Raum werden deutlich häufiger zwei oder mehr Hauptgerichte angeboten (70%) als in regionalen (29%) bzw. ländlichen Gebieten (26%). Zugleich ist in Städten in 75% der Fälle eine spontane Auswahl des Gerichtes möglich, während außerhalb des urbanen Kontexts überwiegend vorbestellt wird (75% regional, 79% ländlich). Im Mittel stehen den Kindern 42 Minuten für den Mittagstisch zur Verfügung, der nur in 56% der Schulen in einem Speisesaal stattfindet. Vor allem im regionalen und ländlichen Raum essen die Kinder in der Schulküche (25%), den Räumlichkeiten der Nachmittagsbetreuung (16%) oder im Hort (14%) zu Mittag. Neben Leitungswasser, werden in 32% der Schulen zusätzlich auch Verdünnsäfte und Sirup als Getränk beim Mittagessen angeboten. Die Masterarbeit zeichnet erstmals ein fundiertes Bild der Verpflegungssituation der österreichischen Volksschulkinder und bietet damit eine Grundlage, um Angebote standortgerecht weiterzuentwickeln und gezielte Maßnahmen zur Qualitätssteigerung und höheren Teilhabe umzusetzen.
Abstract
(Englisch)
School meals are a key factor in promoting health in schools. They can improve not only health but also academic achievement and educational opportunities for children, regardless of their socio-economic background. As the availability of all-day school types increases, Lunch is becoming more important, as it plays a significant role in providing primary school children with the nutrition they need. Nevertheless, there has been no nationwide survey of the school meal situation in Austrian primary schools to date. This master's thesis addresses this data gap and, as part of a study by the preventive medicine institute SIPCAN, examines the school meal situation of Austrian primary school children nationwide for the first time. A stratified random sample of all Austrian primary schools was taken according to federal state and region. Afterwards 351 quantitative interviews were conducted with school principals. This was followed by a descriptive evaluation to describe the school meal structure in primary schools. Nearly all schools (94%) offer an option for after-school care. Accordingly, nearly all schools (93%) also offer lunch. However, only 51% of children use this option. This means that around half of primary school children are looked after and served lunch at home in the afternoon. There is a wide variety of school meal providers with significant differences between federal states. External catering companies play the largest role (30%), followed by restaurants (21%) and retirement homes (10%). In primary schools in urban areas two or more main courses are offered significantly more often (70%) than in regional (29%) or rural areas (26%). Moreover, in cities it is possible to choose a meal spontaneously in 75% of schools, whereas outside urban areas meals are predominantly pre-ordered (75% regional, 79% rural). On average, children have 42 minutes for lunch, which only takes place in a dining hall in 56% of schools. Particularly in regional and rural areas, children eat lunch in the school kitchen (25%), the after-school care facilities (16%) or the day care centre (14%). In addition to tap water, 32% of schools also offer diluted fruit juices and syrup as drinks with lunch. The master's thesis provides the first profound insight into the catering situation of Austrian primary school children, thus offering a basis for further developing site-specific programmes and implementing targeted measures to improve quality and increase participation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schulverpflegung Mittagstisch Volksschule
Schlagwörter
(Englisch)
School food environment School meals Primary school
Autor*innen
Martina Hammer
Haupttitel (Deutsch)
Verpflegung in österreichischen Volksschulen
Hauptuntertitel (Deutsch)
bundesweite Analyse mit speziellem Fokus auf den Mittagstisch
Paralleltitel (Englisch)
School food enviroment in Austrian primary schools
Paralleluntertitel (Englisch)
nationwide analysis with a special focus on lunch
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
156 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
AC Nummer
AC17751626
Utheses ID
78806
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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