Detailansicht

Medea
eine Figur mit vielen Gesichtern : feministische Inszenierungsanalyse über die Instrumentalisierung Medeas
Julia Maria Defrancesco
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80136
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16342.40355.136883-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Figur der Medea als Projektionsfläche patriarchaler und feministischer Diskurse. Im theoretischen Teil wird auf feministische, poststrukturalistische und intersektionale Ansätze (u. a. Simone de Beauvoir, Judith Butler, Cordelia Fine) Bezug genommen, um die Konstruktion von Weiblichkeit als Instrument gesellschaftlicher Macht zu analysieren. Der historische Abschnitt zeichnet die Entwicklung des Medea-Mythos von der antiken Tragödie bis zu modernen Neudeutungen nach und zeigt, wie sich ihr Bild von der „Barbarin“ zur Symbolfigur weiblicher Selbstermächtigung wandelte. Im analytischen Teil werden Simon Stones Medea (Burgtheater 2018/19) und Julia Nina Kneussels' Medea. Stimmen (Kosmostheater 2016/17) in Relation gesetzt: zwei Inszenierungen, die Medea zwischen Opferrolle und Widerstand neu positionieren. Die Arbeit zeigt, dass Medea heute als Spiegel gesellschaftlicher Machtstrukturen fungiert – ein Mythos, der weiterlebt, weil er ständig neu verhandelt wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores Medea as a mirror of patriarchal and feminist discourse. The theoretical framework draws on feminist and poststructuralist thought (Simone de Beauvoir, Judith Butler, Cordelia Fine, among others) to examine femininity as a social construct of power. Historically, the study traces the evolution of the Medea myth—from ancient tragedy to modern reinterpretations—revealing her transformation from demonized outsider to symbol of female agency. The analytical focus compares two Viennese productions: Simon Stone’s Medea (Burgtheater 2018/19) and Julia Kneussel’s Medea. Stimmen (Kosmostheater 2016/17), which reimagine Medea between victimhood and resistance. The thesis concludes that Medea remains a living, adaptable myth: a performative site where gender, power, and identity are continuously renegotiated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
feministische Inszenierungsanalyse Medea-Mythos Mythentransformation
Autor*innen
Julia Maria Defrancesco
Haupttitel (Deutsch)
Medea
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Figur mit vielen Gesichtern : feministische Inszenierungsanalyse über die Instrumentalisierung Medeas
Paralleltitel (Englisch)
Medea
Paralleluntertitel (Englisch)
a figure with many faces
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
103 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikation
24 Theater > 24.05 Systematische Theaterwissenschaft
AC Nummer
AC17763406
Utheses ID
78807
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1