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Status of unconjugated bilirubin as a biomarker in a South African Long COVID cohort
Katrina Stachowitz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.80112
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19915.29635.642715-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Long COVID betrifft einen erheblichen Teil der Bevölkerung nach einer Infektion mit SARSCoV-2 und äußert sich durch anhaltende Beschwerden wie Fatigue, kognitive Störungen oder autonome Dysfunktionen. Verlässliche diagnostische Marker fehlen bislang, weshalb die Suche nach geeigneten Biomarkern von großer Bedeutung ist. Unkonjugiertes Bilirubin (UCB), das für seine antioxidativen und stoffwechselregulierenden Eigenschaften bekannt ist, wird als möglicher Kandidat diskutiert. Bisher liegen jedoch nur wenige Untersuchungen in Post-COVID-Kohorten vor. Methoden: In dieser Arbeit wurde UCB in einer südafrikanischen Long-COVID-Kohorte untersucht. Blutproben wurden sowohl zu Studienbeginn (n = 132) als auch nach zwölf Monaten im Rahmen eines Follow-ups (n = 103) analysiert. Die Bestimmung erfolgte mittels RP-HPLC, die eine präzise Quantifizierung der Bilirubin-Isomere ermöglicht. Zusätzlich wurden klinische und lebensstilbezogene Faktoren berücksichtigt. Als Kontrollgruppe diente eine Rooibos-Kohorte gesunder Männer aus derselben Region (n = 40), deren Basiswerte in die Analyse einbezogen wurden. Ergebnisse: Die UCB-Konzentrationen bleiben über den Beobachtungszeitraum hinweg stabil und bewegten sich im physiologischen Bereich. Personen mit höheren Ausgangswerten wiesen auch nach zwölf Monaten erhöhte Werte auf. Alter war der stärkste Einflussfaktor: ältere Teilnehmer*innen hatten höhere UCB-Spiegel. Geschlechtsunterschiede waren gering ausgeprägt, und ein Zusammenhang mit dem BMI konnte nicht festgestellt werden. Raucher und Personen mit Diabetes zeigten zum Ausgangszeitpunkt niedrigere Werte, diese Unterschiede bestätigten sich jedoch im Follow-up nicht. Alkoholkonsum stand in keinem Zusammenhang mit UCB. Geimpfte Teilnehmende wiesen tendenziell höhere Werte auf, wobei die Gruppe der Ungeimpften sehr klein war und daher keine belastbaren Schlussfolgerungen zulässt. Klinische Merkmale von Long COVID, darunter Hospitalisierung, Schweregrad der Erstinfektion, Intensivbehandlung, Sauerstoffgabe und das Fortbestehen von Symptomen, zeigten keinen Zusammenhang mit UCB. Der Vergleich mit der Rooibos-Kohorte ergab sehr ähnliche Mittel- und Medianwerte. Die Long COVID Gruppe wies zwar eine größere Streuung auf, systematische Unterschiede zwischen den Gruppen bestanden jedoch nicht. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass UCB ein stabiler Marker ist, der vor allem durch Alter und individuelle Ausgangsfaktoren geprägt wird, jedoch nicht direkt den Verlauf von Long COVID widerspiegelt. Zur Abgrenzung von Long COVID Patienten gegenüber gesunden Kontrollen scheint Bilirubin allein nicht geeignet. Es könnte jedoch im Rahmen eines umfassenderen Biomarker-Panels, das Marker des oxidativen Stresses und der Stoffwechselregulation einschließt, eine Rolle spielen. Um den Stellenwert von UCB in postinfektiösen Syndromen abschließend beurteilen zu können, sind größere und diversere Kohorten sowie die Kombination mit weiteren biologischen Parametern notwendig.
Abstract
(Englisch)
Background: Long COVID affects a considerable number of people after SARS-CoV-2 infection and is marked by persistent symptoms such as fatigue, cognitive problems, and autonomic dysfunction. Clear diagnostic tools are still lacking, and reliable biomarkers are urgently needed. Unconjugated bilirubin (UCB), known for its antioxidant and metabolic roles, has been proposed as a candidate but has rarely been studied in post-COVID cohorts. Methods: This master thesis analysed UCB in a South African Long COVID cohort. Blood samples were taken at baseline (n = 132) and again after twelve months (n = 103). UCB was measured by RPHPLC, which allows precise quantification of bilirubin isomers. Clinical and lifestyle variables were included in the analysis, and results were compared with a healthy Rooibos cohort from the same region (n = 40 men). Results: UCB values remained stable over twelve months and were within the normal physiological range. Participants with higher baseline levels also had higher values at follow-up. Age was the most consistent factor, with older participants showing higher UCB. Gender differences were small, and BMI showed no clear relation. Smokers and participants with diabetes had lower levels at baseline, but these effects were not consistent at follow-up. Alcohol use showed no association. Vaccinated participants had slightly higher UCB, though the non-vaccinated group was too small to firm conclusions. Clinical features of Long COVID, including hospitalisation, disease severity, ICU stay, oxygen therapy, and persistence of symptoms, were not linked to bilirubin. The Rooibos comparison showed very similar mean and median values, with the Long COVID cohort displaying a wider spread but no significant group differences. Conclusion: The study shows that UCB is a stable parameter over time and mainly reflects age and Background physiology rather than the clinical course of Long COVID. Bilirubin did not separate Long COVID patients from healthy controls but may still contribute as part of a broader biomarker Panel for oxidative stress and metabolic health. Further studies with larger and more diverse cohorts, and in combination with other markers, are needed to clarify the role of UCB in post-infectious conditions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Long COVID Bilirubin unkonjugiertes Bilirubin Biomarker oxidativer Stress HPLC Analyse Post-COVID-Syndrom Serumbiomarker
Schlagwörter
(Englisch)
Long COVID unconjugated bilirubin UCB biomarkers oxidative stress HPLC analysis post-COVID syndrome
Autor*innen
Katrina Stachowitz
Haupttitel (Englisch)
Status of unconjugated bilirubin as a biomarker in a South African Long COVID cohort
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vi, 74 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
AC Nummer
AC17754600
Utheses ID
78849
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
