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Die 1. Wiener Hochquellenleitung - ein Infrastruktur-Großprojekt mit Konfliktpotenzial
Marie Letouzé
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Peter Becker
DOI
10.25365/thesis.80238
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20842.31346.979621-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser wissenschaftlichen Arbeit sollen mit Hauptaugenmerk auf die Sitzungsprotokolle des Wiener Gemeinderates und der Wasserversorgungs-Kommission, die involvierten Parteien, deren Konflikte und deren Auswirkungen auf die Projektierungsphase der „1. Wiener Hochquellenleitung“ im Zeitraum 1861 bis 1869 untersucht werden. Die Leitfragen wurden mithilfe der Akteurs-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour, der Historischen Diskursanalyse nach Achim Landwehr und deskriptiven Häufigkeitsstatistiken durch die Software MAXQDA analysiert. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass das Akteurs-Netzwerk viel breiter war als vorab angenommen und von Bewohner_Innen der Stadt Wien über die einzelnen Bezirksvertreter, den Wiener Gemeinderat und dessen politische Gremien, das Finanz- und Innenministerium, die Statthalter bis zum Kaiser reichte und sogar handlungsbestimmende „Aktanten“ wie etwa die natürlichen Gewässer und gusseisernen Wasserleitungsröhren inkludiert. Die Konflikte waren von Lobbyismus geprägt und spielten sich auf allen politischen Ebenen ab und wurden von der Presse weiter angefacht. Wissenschaft und Politik mussten viele Umwege gehen, um Unternehmer, deren Lobbyisten im Wiener Gemeinderat und in der medialen Öffentlichkeit davon abzuhalten, einen präzise ausgeschriebenen Wettbewerb mit unzulänglichen Angeboten auszuhebeln und für ihre geschäftlichen Interessen auszunutzen. Die Wasserversorgungs-Kommission hatte in der liberalen Fraktion des Wiener Gemeinderates während dieser Phase genügend Rückhalt um allen Widrigkeiten zum Trotz mit der „1. Wiener Hochquellenleitung“ die Trinkwasserversorgung der Stadt Wien für die zukünftigen Generationen zu sichern.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
1. Wiener Hochquellenleitung Projektierung Wasserversorgungsprojekte Akteur-Netzwerk-Theorie Konflikte Sitzungsprotkolle des Wiener Gemeinderates Sitzungsprotokolle der Wasserversorgungs-Kommission Akteure Aktanten
Autor*innen
Marie Letouzé
Haupttitel (Deutsch)
Die 1. Wiener Hochquellenleitung - ein Infrastruktur-Großprojekt mit Konfliktpotenzial
Paralleltitel (Englisch)
The first Vienna spring water main - a conflict-burdened major infrastructure project
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
IV, 294 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Becker
AC Nummer
AC17772167
Utheses ID
78867
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
