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Beyond the binary
assessing EU audiovisual policies & funding trends for gender diversity in film : a pilot study
Chetanay Wahi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Katharine Sarikakis
DOI
10.25365/thesis.80556
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21706.35414.634152-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Pilotstudie untersucht, wie der audiovisuellen Politikrahmen der Europäischen Union „Geschlechterdiversität“ auf diskursiver Ebene artikuliert und inwiefern diese Rhetorik mit den materiellen Realitäten von Förderentscheidungen übereinstimmt. Obwohl Diversität und Inklusion zentrale Elemente der kulturellen Selbstbeschreibung der EU darstellen, gibt es bislang nur wenig empirische Forschung, die das Verhältnis zwischen politischer Sprache und der Verteilung finanzieller Unterstützung für LGBTQ+-Erzählungen analysiert. Die Studie verwendet ein sequenzielles, explanatives Mixed-Methods-Design, das eine korpusgestützte Diskursanalyse von 32 EU-Politikdokumenten (Creative Europe MEDIA, Eurimages, AVMSD sowie der gesetzliche Rahmen: die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste) mit einer quantitativen Analyse von 397 geförderten Projekten aus den Jahren 2020 bis 2023 kombiniert. Phase 1 zeigt, dass der politikleitende Diskurs Geschlecht überwiegend in binären, frauenzentrierten Begriffen rahmt: Sprache zu „Gender Balance“ macht 63 % aller Nennungen aus, während „Gender Identity“ lediglich 3 % ausmacht. Die qualitative Analyse bestätigt, dass ein Großteil der Diversitätssprache aspirativ, allgemein oder unspezifisch bleibt, während LGBTQ+-Identitäten weitgehend in handlungsorientierten oder ressourcenbezogenen Kontexten fehlen. Phase 2 offenbart ein paralleles Muster in den Förderergebnissen: LGBTQ+-Projekte machen lediglich 5,29 % der geförderten Werke aus und erhalten im Durchschnitt 8,1 % geringere Budgets als nicht-LGBTQ+-Projekte. Über den vierjährigen Zeitraum ist kein konsistenter Aufwärtstrend erkennbar, und Creative Europe MEDIA fördert einen leicht geringeren Anteil an LGBTQ+-Projekten als Eurimages. Diese Ergebnisse veranschaulichen eine strukturelle Diskrepanz zwischen den rhetorischen Selbstverpflichtungen der EU zur Inklusivität und der tatsächlichen materiellen Unterstützung für queere Narrative. Als Pilotstudie ist die Analyse notwendigerweise in ihrem Umfang begrenzt (beschränkt auf EU-Programme, ein enges Zeitfenster und beschreibungsbasierte Kodierung). Sie etabliert jedoch ein replizierbares methodisches Rahmenwerk und identifiziert zentrale Muster, die eine vertiefte, groß angelegte Untersuchung rechtfertigen. Die Studie bietet letztlich sowohl konzeptionelle als auch methodische Grundlagen für zukünftige Forschung darüber, wie politikleitende Diskurse, Governance-Strukturen und Förderregime die kulturelle Sichtbarkeit von LGBTQ+-Identitäten in Europa formen. Aus dem Englischen (Originalsprache) ins Deutsche übersetzt mit ChatGPT 5.1.
Abstract
(Englisch)
This pilot study evaluates how the European Union’s audiovisual policy framework articulates “gender diversity” at the discursive level and how this rhetoric aligns with the material realities of funding decisions. Although diversity and inclusion are central to the EU’s cultural narrative, little empirical work has examined the relationship between policy language and the distribution of financial support for LGBTQ+ storytelling. The study employs a sequential explanatory mixed-methods design combining corpus-assisted discourse analysis of 32 EU-level policy documents (Creative Europe MEDIA, Eurimages, AVMSD, and the legislative framework: Audiovisual Media Services Directive) with a quantitative analysis of 397 funded projects from 2020 to 2023. Phase 1 shows that policy discourse overwhelmingly frames gender in binary, women-centred terms: “Gender Balance” language accounts for 63% of all mentions, while “Gender Identity” accounts for only 3%. The qualitative analysis confirms that most diversity language is aspirational, broad, or non-specific, with LGBTQ+ identities largely absent from actionable or resource-linked contexts. Phase 2 reveals a parallel pattern in funding outcomes: LGBTQ+ projects constitute just 5.29% of funded works and receive 8.1% lower average budgets than non-LGBTQ+ projects. No consistent upward trend is observed across the four-year period, and Creative Europe MEDIA funds a slightly lower proportion of LGBTQ+ projects than Eurimages. These findings shed light on a structural dissonance between the EU’s rhetorical commitments to inclusivity and the material support allocated to queer narratives. As a pilot study, the analysis is necessarily limited in scope (restricted to EU-level programmes, a narrow temporal window, and description-based coding) but it establishes a replicable methodological framework and identifies key patterns that warrant deeper, large-scale investigation. The study ultimately offers both conceptual and methodological groundwork for future research on how policy discourse, governance structures, and funding regimes shape the cultural visibility of LGBTQ+ identities in Europe.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechterdiversität EU-audiovisueller Politikrahmen LGBTQ+-Repräsentation Förderdisparitäten Politikdiskurs
Schlagwörter
(Englisch)
Gender diversity EU audiovisual policy LGBTQ+ representation Funding disparities Policy discourse
Haupttitel (Englisch)
Beyond the binary
Hauptuntertitel (Englisch)
assessing EU audiovisual policies & funding trends for gender diversity in film : a pilot study
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
75 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Katharine Sarikakis
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation. Massenmedien. Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film. Video
AC Nummer
AC17793885
Utheses ID
78886
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
