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Die barocke Oper als Synthese der Künste
Inszenierung zweier Prunkopern von Lodovico Ottavio Burnacini im Spiegel barocken Kunstbewusstseins
Martina Pfeifer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Herbert Karner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80362
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25090.33907.372763-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die zentrale Frage dieser Arbeit ist, welche Wechselbeziehungen zwischen bildender und darstellender Kunst in zwei barocken Opern von Lodovico Ottavio Burnacini – „Il Fuoco eterno custodito dalle Vestali“ (1674) und „La Monarchia Latina Trionfante“ (1678) zu beobachten sind und wie sich die Künste gegenseitig beeinflusst haben. Anhand von erhaltenen Kupferstichen, welche die einzelnen Bühnenbilder zu den beiden Opern darstellen, wird diese Synthese der Künste analysiert. Um das barocke Kunstverständnis nachvollziehen zu können, wird zuerst ein Überblick über die Bedeutung des Theaters und der Oper in dieser Zeit gegeben. Der Oper kam ein zentraler Stellenwert zu, da in ihr Malerei, Plastik und Architektur, sowie Musik, Literatur, Tanz und die dazugehörende Bühnentechnik in Einklang gebracht wurden. Es fand eine Kombination verschiedener Elemente aus allen Sparten der Kunst statt, auf der Bühne wurden sie schließlich zusammengefügt und gingen eine Beziehung miteinander ein. Die von Burnacini angewandten Gestaltungsprinzipien wie der Umgang mit Ornamentik, Wiederholung und Aneinanderreihung von Motiven, die malerische Behandlung des Bühnenraumes, die Auffassung von Landschaft und Garten, die Stadtgestaltung, Vergleiche mit profaner Architektur und Bezugnahmen auf sakrale Raumeindrücke werden betrachtet und mithilfe dieser gezeigt, in welcher Art und Weise die gegenseitige Bezugnahme stattgefunden hat. Dabei wird deutlich, dass ab der Renaissance ein gegenseitiger Austausch und eine parallel geführte Entwicklung in Kunst und Theater stattgefunden hat, wobei insbesondere die Perspektive, die Verwendung von symbolischen und allegorischen Darstellungen und die Behandlung von Themen aus Antike und Mythologie in Zusammenhang mit der Verherrlichung des regierenden Herrscherhauses von zentraler Bedeutung waren.
Abstract
(Englisch)
The central question of this thesis is what interrelationships can be observed between visual and performing arts in two baroque operas by Lodovico Ottavio Burnacini - ‘Il Fuoco eterno custodito dalle Vestali’ (1674) and ‘La Monarchia Latina Trionfante’ (1678) - and how the arts influenced each other. This synthesis of the arts is analysed on the basis of surviving copperplate engravings depicting the individual stage sets for the two operas. In order to understand the Baroque understanding of art, an overview of the importance of theatre and opera in this period is first given. Opera played a central role, as it harmonised painting, sculpture and architecture, as well as music, literature, dance and the associated stage technology. A combination of different elements from all branches of art took place, which were finally brought together on stage and entered into a relationship with each other. The design principles applied by Burnacini, such as the use of ornamentation, the repetition of motifs, the painterly treatment of the stage space, the conception of landscape and garden, the urban design, comparisons with secular architecture and references to sacral concepts are examined and the way in which the mutual reference took place is shown with the help of these. It becomes clear that from the Renaissance onwards there was a mutual exchange and a parallel development in art and theatre, whereby perspective, the use of symbolic and allegorical representations and the treatment of themes from antiquity and mythology in connection with the glorification of the ruling dynasty were of central importance.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Barocke Oper Synthese der Künste Prunkoper Lodovico Ottavio Burnacini Theatrum Mundi Kaiser Leopold I. Theater auf der Cortina Wien Opernhaus Il Fuoco eterno La Monarchia Latina Trionfante Kulissensystem Theater Barocke Bühnenbilder Inszenierung Kupferstiche
Autor*innen
Martina Pfeifer
Haupttitel (Deutsch)
Die barocke Oper als Synthese der Künste
Hauptuntertitel (Deutsch)
Inszenierung zweier Prunkopern von Lodovico Ottavio Burnacini im Spiegel barocken Kunstbewusstseins
Paralleltitel (Englisch)
Baroque opera as a synthesis of the arts
Paralleluntertitel (Englisch)
staging of two grand operas by Lodovico Ottavio Burnacini as a reflection of Baroque artistic consciousness
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
143 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herbert Karner
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.24 Gesellschaft. Kultur ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte. Allgemeines ,
24 Theater > 24.62 Musiktheater. Theatermusik
AC Nummer
AC17781646
Utheses ID
78907
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1