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Should i stay or should i go?
a Q method analysis of (im)mobility aspirations and capabilities in the aftermath of the 2021 flood in Erftstadt, Germany
Juliane Maria Helene Hirz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Harald Sterly
DOI
10.25365/thesis.80193
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26800.29047.858097-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mit der Verschärfung des Klimawandels treten extreme Wetterphänomene, die zu Katastrophen werden, zunehmend häufiger auf. Ein Beispiel für eine solche Katastrophe sind die schweren Überschwemmungen, die Westeuropa im Juli 2021 trafen. Diese Arbeit konzentriert sich auf die deutsche Stadt Erftstadt, die von der Flut schwer getroffen wurde. In Erftstadt kehrte die überwiegende Mehrheit der Einwohner:innen nach der Flut in ihre Häuser zurück, wie es nach Katastrophensituationen üblich ist. Immobilität sowie die nichtfinanziellen Aspekte des Entscheidungsprozesses nach einer Katastrophe vor Ort zu bleiben, sind in der Literatur bisher wenig erforscht. Diese Arbeit untersucht die Wahrnehmung der Einwohner:innen von Erftstadt hinsichtlich ihrer (Im)Mobilitätswünsche und -möglichkeiten sowie ihrer Ortsverbundenheit und Risikowahrnehmung unter Verwendung der Q-Methode und des Aspirations-Capabilities Frameworks. Die Analyse brachte drei unterschiedliche Sichtweisen zum vorschein, die alle eine Verbundenheit mit der weiteren Region zum Ausdruck brachten. Die Unterschiede zwischen diesen Sichtweisen betrafen Wohneigentum, soziale Bindungen, psychische Gesundheit und Risikowahrnehmung. Der Status als Wohneigentümer:in spielte eine wichtige Rolle, da die Ergebnisse zeigten, dass Hausbesitzer:innen sowohl den Wunsch hatten als auch in der Lage waren, zu bleiben, während Mieter:innen den Wunsch hatten, ihre vor der Flut bewohnten Häuser zu verlassen, und ebenfalls in der Lage waren, dies zu tun. Dies unterstreicht das Zusammenspiel zwischen Aspirationen und Möglichkeiten sowie die Grenzen des Aspirations-Capabilities Frameworks. Neben dem Status als Hausbesitzer:in spielten auch soziale Bindungen, insbesondere familiäre, eine Rolle für den Verbleib sowie, in geringerem Maße, die Bindung zur biophysikalischen Umgebung. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zu der wachsenden Zahl von Arbeiten zum Thema Katastrophen(im)mobilität und beleuchtet die Wahrnehmung der von Katastrophen Betroffenen in einer Welt mit zunehmendem Katastrophenrisiko.
Abstract
(Englisch)
As climate change intensifies, environmental hazards turning into disasters are becoming more common. One example of such a disaster is the severe flooding that hit Western Europe in July 2021. This thesis focuses specifically on the German town of Erftstadt, which was severely affected by the flood. In Erftstadt, the vast majority of residents returned to their homes after the flood, as is common in disaster settings. Immobility, as well as the non-financial aspects of the decision-making process to stay in a post-disaster context, are understudied areas in the literature. This thesis examines Erftstadt residents' perceptions of their (im)mobility aspirations and capabilities, as well as their place attachments and risk perceptions, using Q Method Analysis and the aspirations-capabilities framework. The analysis revealed three distinct viewpoints, which all share an attachment to the broader region. The differences between these viewpoints concerned homeownership, social bonds, mental health, and perceptions of risk. Homeownership status played a significant role: homeowners both aspired to and were capable of staying, while renters aspired to leave their pre-flood homes and were likewise capable of doing so. This highlights the interplay between aspirations and capabilities, as well as the limits of the framework. Additionally, social attachments and, in particular, family bonds played a role in staying, as did bonds with the biophysical environment; however, to a lesser extent. This thesis contributes to the growing body of work on disaster (im)mobilities, highlighting the perceptions of those affected by disasters in a world of increasing disaster risk.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Immobilität Aspirationen Möglichkeiten Q-Methode Flut Deutschland
Schlagwörter
(Englisch)
Immobility Aspirations Capabilities Q Method Flood Germany
Autor*innen
Juliane Maria Helene Hirz
Haupttitel (Englisch)
Should i stay or should i go?
Hauptuntertitel (Englisch)
a Q method analysis of (im)mobility aspirations and capabilities in the aftermath of the 2021 flood in Erftstadt, Germany
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
vi, 97 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Harald Sterly
Klassifikationen
74 Geographie > 74.09 Sozialgeographie ,
74 Geographie > 74.20 Deutschland. Österreich. Schweiz
AC Nummer
AC17767822
Utheses ID
78942
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
