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The development of political support in Eastern Europe since 1991
Felix Guggenheim
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Christopher Wratil
DOI
10.25365/thesis.80309
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27646.30388.480722-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Entwicklung politischer Unterstützung in den postkommunistischen Ländern Osteuropas seit 1991 und konzentriert sich dabei auf die Faktoren, die das Vertrauen der Bürger in die Demokratie, politische Institutionen und die Leistungsfähigkeit der Regierung beeinflussen. Auf Grundlage von Daten der World Values Survey (WVS) und der European Values Study (EVS) über fünf Erhebungswellen in zehn osteuropäischen Ländern wird ein Ordinary-Least-Squares-(OLS-)Regressionsansatz mit Länderfixeffekten angewendet, um drei theoretische Perspektiven zu prüfen: Modernisierungstheorie, Sozialisationstheorie und kulturelle Ansätze. Die Ergebnisse stützen die Modernisierungstheorie nur teilweise, da kein konsistenter Effekt wirtschaftlichen Wachstums auf die Zustimmung zur Demokratie festgestellt werden konnte. Es zeigt sich jedoch, dass Bildung die Zustimmung zur Demokratie erhöht, gleichzeitig aber das Vertrauen in politische Institutionen verringert. Zudem wurde ein sich umkehrender Kohorteneffekt nachgewiesen: Während in den frühen Erhebungswellen ältere Kohorten eine höhere Zustimmung zur Demokratie äußerten, sind es in späteren Wellen eher die jüngeren Kohorten, die mehr Unterstützung bekunden. Schließlich zeigt sich ein zunehmender Einfluss interpersonalen Vertrauens auf politische Unterstützung, was auf einen Wandel der politischen Kultur in Osteuropa hindeutet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich die politische Unterstützung in Osteuropa von einer anfänglichen Euphorie nach dem Systemwechsel über Phasen der Ernüchterung hin zu einer stabileren, aber differenzierteren Form demokratischer Bindung entwickelt hat. Die Analyse verdeutlicht, dass Modernisierung, Sozialisation und kulturelle Prägungen gemeinsam politische Unterstützung in jungen Demokratien formen und dass die Konsolidierung von Demokratie nicht nur wirtschaftlichen Fortschritt erfordert, sondern auch die schrittweise Verinnerlichung demokratischer Normen und interpersonalen Vertrauens. Zudem gibt es Evidenz dafür, dass in den vergangenen 30 Jahren ein Kohortenwandel stattgefunden hat: Während in den frühen Phasen des demokratischen Übergangs insbesondere ältere Kohorten besonders euphorisch gegenüber der Demokratie waren, zeigen in den späteren Phasen jüngere Kohorten höhere Zustimmungswerte zur Demokratie.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the development of political support in post-communist Eastern Eu-rope since 1991, focusing on the factors that shape citizens’ trust in democracy, political institutions, and governmental performance. Drawing on data from the World Values Survey (WVS) and the European Values Study (EVS) across ten Eastern European countries and five survey waves, the study applies an Ordinary Least Squares (OLS) regression framework with country-fixed effects to test three theoretical perspectives: modernization theory, socializa-tion theory, and cultural theory. The results only partially support modernization theory, as no consistent effect of economic growth on approval for democracy was found. However, there is evidence that education increases approval for democracy while reducing confidence in political institutions. Additionally, evidence was found for a reversing cohort effect: in the early survey waves, older cohorts expressed higher approval for democracy, whereas in later waves, younger cohorts expressed more support for democracy. Finally, there is evidence of an increasing effect of interpersonal trust on political support, indicating a change in political culture in Eastern Europe. Overall, the findings suggest that political support in Eastern Europe has evolved from initial post-transition euphoria through phases of disillusionment toward a more stable yet differentiated form of democratic commitment. The analysis highlights that modernization, socialization, and cultural legacies jointly shape political support in new democracies and that the consolidation of democracy depends not only on economic progress but also on the gradual internalization of democratic norms and interpersonal trust. Additionally, there is evidence that a cohort shift has taken place over the past 30 years: while in the early phases of democratic transition older cohorts were particularly euphoric about democracy, in the later stages younger cohorts express higher approval rates for democracy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Post-Kommunismus Osteuropa Politische Unterstützung Politisches Vertrauen diffuse Unterstützung Politische Kultur Modernisierungstheorie Kulturtheorie Sozialisierungstheorie spezifische Unterstützung
Schlagwörter
(Englisch)
Post-Communism Eastern Europe Political Support Political Trust Diffuse Support Specific Support Political Culture Modernization Theory Cultural Theory Socialization Theory
Autor*innen
Felix Guggenheim
Haupttitel (Englisch)
The development of political support in Eastern Europe since 1991
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
ix, 66 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christopher Wratil
Klassifikation
89 Politologie > 89.53 Politische Kultur
AC Nummer
AC17779846
Utheses ID
78956
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
