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Wie konfrontativ soll transformatives Lernen sein?
der Umgang mit Emotionen und Polarisierung im Klimacamp 2025.
Alicia Kaplan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Elmar Flatschart
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80275
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28474.38215.170586-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht, wie konfrontative Bildungsansätze in informellen Lernräumen von sozialen Bewegungen transformative Lernprozesse auslösen. Am Beispiel des Klimacamps 2025 in Wien wird analysiert, wie Emotionen, Konfrontation und moralische Polarisierung Lernprozesse prägen und welche Bedingungen ihre produktive Verarbeitung ermöglichen. Auf Grundlage von Mezirows Theorie des transformativen Lernens sowie kritischen und emotionsbezogenen Erweiterungen zeigt die empirische Analyse aus Beobachtungen und Interviews, dass Konfrontation sowohl als Auslöser tiefgreifender Reflexionsprozesse wirken kann als auch das Potenzial birgt, Abwehrhaltungen und Polarisierung zu verstärken. Gleichzeitig wird deutlich, dass sichere Gemeinschaftsräume, soziale Verbundenheit und adaptive Hoffnung zentrale Bedingungen dafür darstellen, dass herausfordernde Lernmomente produktiv integriert werden können. Die Studie verdeutlicht, dass transformatives Lernen Konfrontation braucht, jedoch eine Balance zwischen Irritation, emotionaler Zumutbarkeit und dialogischer Offenheit erfordert. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zum Verständnis, wie soziale Bewegungen als Bildungsräume zur sozial-ökologischen Transformation beitragen und welche Grenzen diese Form von Lernprozessen aufweist.
Abstract
(Englisch)
The master's thesis examines how confrontational educational approaches in the informal learning spaces of social movements can trigger transformative learning processes. Using the 2025 Climate Camp in Vienna as a case study, it analyzes how emotions, confrontation and moral polarization shape learning processes and which conditions enable their productive integration. Drawing on Mezirow’s theory of transformative learning, along with critical and emotion-focused extensions, the empirical analysis based on observations and interviews shows that confrontation can act as a catalyst for deep reflection while also carrying the potential to reinforce defensive attitudes and polarization. At the same time, the findings highlight that safe communal spaces, social connectedness and adaptive hope are crucial conditions for integrating challenging learning moments productively. The study demonstrates that transformative learning requires confrontation, yet depends on a balance between irritation, emotional sustainability and dialogical openness. In this way, the thesis contributes to understanding how social movements function as educational spaces within socio-ecological transformation processes and where the limits of such learning practices lie.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Transformatives Lernen Klimacamp Konfrontation Emotionen Soziale Bewegungen Politische Bildung
Schlagwörter
(Englisch)
Transformative learning Climate Camp Confrontation Emotions Social movements Political education
Autor*innen
Alicia Kaplan
Haupttitel (Deutsch)
Wie konfrontativ soll transformatives Lernen sein?
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Umgang mit Emotionen und Polarisierung im Klimacamp 2025.
Paralleltitel (Englisch)
How confrontational should transformative learning be?
Paralleluntertitel (Englisch)
dealing with emotions and polarization at the 2025 Climate Camp.
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
134 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elmar Flatschart
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17774164
Utheses ID
78972
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1