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Gefährdete Wahlen, geforderte Union
die EU und der Fall Rumänien 2024
Carlotta Wittke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Gerda Falkner
DOI
10.25365/thesis.80148
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28528.37243.923347-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit untersucht, wie externe Wahlbeeinflussung im Kontext der rumänischen Präsidentschaftswahl 2024 im sicherheits- und integrationspolitischen Diskurs auf europäischer Ebene verhandelt wird. Ausgangspunkt ist dabei der Befund, dass hybride Bedrohungen – wie Desinformation, manipulative Social-Media-Kampagnen und mögliche ausländische Einflussnahme – demokratische Wahlprozesse zunehmend unter Druck setzen. Vor diesem Hintergrund analysiert die Arbeit, inwiefern die Ereignisse in Rumänien als hybride Bedrohungen für die Demokratien der EU diskutiert werden und welche politischen Dynamiken sich daraus ergeben. Methodisch stützt sich die Analyse auf die Auswertung einer Plenardebatte des Europäischen Parlaments sowie eine ergänzende Medienanalyse. Theoretisch verknüpft die Arbeit die Securitization Theory mit neofunktionalistischen Integrationsmechanismen, um sowohl die sicherheitspolitische Rahmung des Themas als auch mögliche europäische Spillover-Effekte zu erklären. Die Analyse zeigt, dass externe Wahlbeeinflussung überwiegend als ernstzunehmende Bedrohung für die Demokratien der EU bewertet wird, die eine koordinierte europäische Antwort erfordert. Gleichzeitig wird deutlich, dass dieses Bedrohungsverständnis politisch umkämpft bleibt: Während die Europäische Kommission sowie eine breite Mehrheit im Europäischen Parlament eine sicherheitspolitische Einordnung teilen, relativieren rechte und nationalkonservative Akteur*innen die Bedrohung oder kehren sie um. Integrationspolitisch entstehen dort Impulse für europäische Zusammenarbeit, wo ein gemeinsames Bedrohungsnarrativ vorliegt; bei konkurrierenden Deutungen bleiben Fortschritte begrenzt. Insgesamt verdeutlicht der Fall Rumäniens, dass die Sicherung demokratischer Prozesse im digitalen Zeitalter zunehmend europäisch gerahmt wird, ihre Weiterentwicklung jedoch stark von geteilten Wahrnehmungen und politischen Mehrheitsverhältnissen abhängt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Rumänien Wahl 2024 Externe Wahlbeeinflussung Hybride Bedrohungen Wahlmanipulation Ausländische Einflussnahme EU Hybride Bedrohungen
Autor*innen
Carlotta Wittke
Haupttitel (Deutsch)
Gefährdete Wahlen, geforderte Union
Hauptuntertitel (Deutsch)
die EU und der Fall Rumänien 2024
Paralleltitel (Englisch)
Threatened elections, demanded Union
Paralleluntertitel (Englisch)
the EU and the case of Romania in 2024
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
VI, 79 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerda Falkner
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik. Europäische Union
AC Nummer
AC17763706
Utheses ID
78994
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
