Detailansicht
Selfies im Krieg
über die Veränderung der privaten Kriegsfotografie
Julia Dragosits
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Karin Liebhart
DOI
10.25365/thesis.80710
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10743.48851.180555-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die visuelle und historische Entwicklung privater Kriegsfotografie, mit besonderem Fokus auf Selfies von Soldat:innen. Jenseits journalistischer oder militärischer Bildproduktion entstanden schon früh persönliche Aufnahmen, in denen nicht-professionelle Fotograf:innen Kriegsgeschehen aus ihrem eigenen Blickwinkel festhielten. Mit der Digitalisierung und den sozialen Netzwerken haben sich die Funktionen und die Ästhetik dieser privaten Bildproduktion grundlegend verändert. Heute kursieren unzählige visuelle Zeugnisse bewaffneter Konflikte, die über Medien, soziale Netzwerke und privaten Austausch verbreitet werden und unseren Blick auf Krieg prägen. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Selfies ukrainischer Soldat:innen und deren Darstellung des Krieges innerhalb der privaten Kriegsfotografie. Anhand einer qualitativen Bildtypenanalyse nach Grittmann werden 141 Selfies ausgewertet, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 auf Instagram veröffentlicht wurden. Anschließend werden sie sechzehn unterschiedlichen Bildtypen zugeordnet und analysiert. Die Veröffentlichung dieser Selfies stellt für die Soldat:innen eine Form digitaler Erinnerung dar. Der Bildtyp „Selfie“ ist dabei immer auch eine Form der Selbstinszenierung und dient der Visualisierung des Individuums „Soldat:in“. Kampfhandlungen treten in den Hintergrund und das Subjekt rückt in den Fokus, häufig heroisiert oder ästhetisiert dargestellt. Die Arbeit ist interdisziplinär angelegt und verbindet Ansätze aus der Visual History, der visuellen Kommunikationswissenschaft sowie aus Politik- und Sozialwissenschaft.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines the visual and historical development of private war photography, focusing particularly on selfies taken by soldiers. Beyond journalistic or military image production, personal photographs have long documented conflicts from the perspective of nonprofessional photographers. Digitalization and social networks have fundamentally changed the functions and aesthetics of this private image production. Today, countless images of armed conflict circulate through the media, social networks, and private channels, shaping our perception of war. This thesis focuses on selfies taken by Ukrainian soldiers and their portrayal of war within the context of private war photography. A total of 141 selfies published on Instagram since the start of the Russian invasion of Ukraine in 2022 were analyzed using Grittmann's qualitative image type analysis methodology. The selfies were then grouped into sixteen distinct image types. These selfies serve as a form of digital remembrance for the soldiers. The selfie format is inherently tied to self-presentation and functions as a visualization of the individual soldier. Consequently, combat scenes recede into the background. Individuals come to the fore. They are often presented in an heroic or aestheticized manner. This thesis takes an interdisciplinary approach, combining perspectives from visual history, visual communication studies, political science, and sociology.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Selfies Kriegsfotografie Selfies im Krieg private Kriegsfotografie Amateurkriegsfotografie Instagram Fotografie im Krieg
Autor*innen
Julia Dragosits
Haupttitel (Deutsch)
Selfies im Krieg
Hauptuntertitel (Deutsch)
über die Veränderung der privaten Kriegsfotografie
Paralleltitel (Englisch)
Selfies in war
Paralleluntertitel (Englisch)
on the transformation of private war photography
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
88 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Liebhart
AC Nummer
AC17819820
Utheses ID
79002
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
