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How just are regional Austrian energy transitions?
exploring the role of energy justice and social sustainability in the energy model district Freistadt in Upper Austria
Evelyn Werner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Maximilian Benner
DOI
10.25365/thesis.80371
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10752.45619.359996-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Eindämmung des Klimawandels erfordert eine dringende Reduktion der Kohlendioxidemissionen und die Umgestaltung kritischer Systeme, wie beispielsweise des Energiesektors. Während technologische Fortschritte und wirtschaftliche Nachhaltigkeit häufig die Diskussionen über die Energiewende dominieren, sind soziale Aspekte – wie Fairness, Inklusion und Gerechtigkeit – ebenso wichtig. Diese Arbeit wendet den Ansatz der Energiegerechtigkeit (EJ) an, um zu untersuchen, wie Grundsätze der Gerechtigkeit den Übergang zu kohlenstoffarmen Energiesystemen begleiten können. EJ konzentriert sich auf drei Dimensionen: Verteilungsgerechtigkeit, Verfahrensgerechtigkeit und Anerkennungs-gerechtigkeit. Zusammen können sie dazu beitragen, Ungleichheiten zu identifizieren, marginalisierte Gruppen hervorzuheben und Wege zur Lösung dieser Probleme aufzuzeigen. Das Konzept des „gerechten Übergangs” (Just Transition, JT) stützt EJ, indem es Aspekte der Gerechtigkeit bei sozioökonomischen Transformationen, wie etwa der Energiewende, betont. Seit dem Pariser Abkommen von 2015 und der Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) hat JT als Rahmenkonzept für die Gewährleistung von Fairness bei Nachhaltigkeitsbemühungen an Bedeutung gewonnen. EJ baut darauf auf und bietet einen detaillierten Ansatz zum Verständnis von Gerechtigkeit in der Energieerzeugung und im Energieverbrauch. Diese Arbeit untersucht anhand der Fallstudie von Freistadt, einer Klima- und Energiemodellregion in Oberösterreich, wie EJ-Prinzipien in der Praxis angewendet werden. Freistadt zeichnet sich seit 2009 durch sein Engagement für eine nachhaltige Energiewende aus. In der Studie werden zwei Methoden kombiniert: die Analyse von Strategiepapieren und halbstrukturierte Experteninterviews mit verschiedenen Interessengruppen aus der Region. Dazu zählen politische Entscheidungsträger, Abteilungen für Regionalentwicklung, Investoren, Wissenschaftler, lokale Vereine und Fachleute aus der Energiebranche. Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration von EJ-Prinzipien die soziale Akzeptanz, inklusive Partizipation und den langfristigen Erfolg fördert, aber auch Herausforderungen wie Machtungleichgewichte und die begrenzte Vertretung marginalisierter Gruppen aufzeigt. Durch die Verankerung von Fairness und Inklusion in der Energiewende zeigt diese Arbeit, wie EJ zu übergeordneten Zielen wie Gerechtigkeit und Energie-Resilienz beitragen kann. Sie bietet praktische Empfehlungen für die weitere Entwicklung in Freistadt und unterstreicht gleichzeitig das Potenzial von EJ, zukünftige Ansätze für eine nachhaltige Energiewende zu gestalten.
Abstract
(Englisch)
Addressing climate change requires urgent reductions in carbon dioxide emissions and the transformation of critical systems, such as the energy sector. While technological advancements and economic sustainability often dominate discussions on energy transitions, social aspects – such as fairness, inclusiveness and justice – are equally important. This thesis applies the framework of Energy Justice (EJ) to explore how principles of justice can guide the shift to low-carbon energy systems. EJ focuses on three dimensions: distributional justice, procedural justice and recognition justice. Together, they can help identify inequalities, highlight marginalised groups and propose ways to address these issues. The concept of Just Transition (JT) underpins EJ by emphasising equity in socio-economic transformations. Since the Paris Agreement in 2015 and the adoption of Sustainable Development Goals (SDGs), JT has gained prominence as a framework for ensuring fairness in sustainability efforts. EJ builds on this by offering a detailed approach to understanding justice in energy systems. This thesis investigates how EJ principles are applied in practice through the case study of Freistadt, a climate and energy model district in Upper Austria. Since 2009, Freistadt has made a notable effort to transition to renewable energy sources. Combining two methods, the study uses policy document analysis and semi-structured interviews with stakeholders from the region. These include policymakers, regional development agencies, investors, academics and energy industry professionals. Findings reveal that integrating EJ principles enhances social acceptance, citizen participation and long-term success but also highlights challenges such as power imbalances and limited representation of marginalised groups. By embedding fairness and inclusiveness into energy transitions, this thesis demonstrates how EJ can contribute to broader goals like equity and energy resilience. It offers practical recommendations for Freistadt’s continued progress while underscoring EJ’s potential to shape future approaches to sustainable energy transitions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Energiewende Nachhaltigkeit soziale Innovation Transformation Energiegerechtigkeit
Schlagwörter
(Englisch)
energy justice sustainability transition just transition social innovation energy cooperative regional
Autor*innen
Evelyn Werner
Haupttitel (Englisch)
How just are regional Austrian energy transitions?
Hauptuntertitel (Englisch)
exploring the role of energy justice and social sustainability in the energy model district Freistadt in Upper Austria
Paralleltitel (Deutsch)
Wie gerecht sind regionale Energiewendeprozesse in Österreich?
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung der Rolle von Energiegerechtigkeit und sozialer Nachhaltigkeit im Energiemodellbezirk Freistadt in Oberösterreich
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iv, 77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Maximilian Benner
AC Nummer
AC17782238
Utheses ID
79009
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
