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Wie Politik in der Krise spricht
eine qualitative Untersuchung der Kommunikationsstrategien österreichischer Politiker:innen im Krisenkontext
Niclas Marc Haberlandt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Julia Wippersberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80280
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10752.53567.257515-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie österreichische Politiker:innen in Krisenzeiten kommunizieren und welche Strategien sie als besonders wirksam erachten. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Krisen für politische Akteure eine der größten kommunikativen Herausforderungen darstellen und maßgeblich beeinflussen, wie Vertrauen in politische Führungspersonen und deren Handlungsfähigkeit seitens der Bevölkerung wahrgenommen wird. Ziel der Arbeit ist es daher, zentrale Erfolgsfaktoren politischer Krisenkommunikation zu identifizieren und einen empirisch fundierten Einblick in die strategischen Überlegungen politischer Entscheidungsträger:innen zu gewinnen. Methodisch basiert die Untersuchung auf sechs leitfadengestützten Interviews mit aktiven und ehemaligen österreichischen Politiker:innen. Die Datenauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring mit induktiver Kategorienbildung. Die Ergebnisse zeigen, dass politische Akteure in Krisen insbesondere auf rasche und konsistente Kommunikation, die Arbeit agiler Krisenteams sowie auf eindeutige Verantwortungsübernahme sowie das Eingestehen von Fehlern setzen. Emotionales Auftreten, Authentizität und Nähe zur Bevölkerung erweisen sich als zentrale Faktoren für Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig wird deutlich, dass politische Kommunikation in Krisen eine abgestimmten Balance zwischen informativer Transparenz und dem Risiko unbegründete Ängste und Verunsicherungen zu bewirken erfordert. Eine weitere konflikthafte Unvereinbarkeit konnte anhand der Ausführungen aufgezeigt werden, einerseits rasch kommunizieren zu wollen, andererseits die Informationen umfassend auf Richtigkeit überprüfen zu müssen. Darüber hinaus wird von Seiten der politisch Verantwortlichen die allgemeine Bedeutung der Krisenkommunikation betont, jedoch mangelnde Kompetenzen für eine professionelle Umsetzung offengelegt. Die Bedeutung sozialer Medien wird ambivalent bewertet: einerseits werden sie als unverzichtbares Instrument für raschen Informationsfluss geschätzt, andererseits die daraus resultierenden schwer steuerbaren Dynamiken illustriert. Insgesamt leistet die vorliegende Arbeit einen praxisorientierten und damit wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des bestehenden theoretischen Wissens zur politischen Krisenkommunikation. Dies wird gewährleistet, da diese Untersuchung die Perspektive der Akteur:innen selbst in den Mittelpunkt stellt und aufzeigt, welche Kompetenzen für eine professionelle politische Kommunikation in Krisenzeiten gegenwärtig und zukünftig an Bedeutung gewinnen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Krisenkommunikation Kommunikationsstrategien politische Krisenkommunikation
Autor*innen
Niclas Marc Haberlandt
Haupttitel (Deutsch)
Wie Politik in der Krise spricht
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Untersuchung der Kommunikationsstrategien österreichischer Politiker:innen im Krisenkontext
Paralleltitel (Englisch)
How politics speaks in times of crisis
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative study of the communication strategies of Austrian politicians in a crisis context
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
247 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Wippersberg
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse
AC Nummer
AC17774303
Utheses ID
79012
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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