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Beginning after the end
spektrale Zeit und ökologische Heimsuchungen in der Kunst des Anthropozäns
Ada Karlbauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Theresa Eisele
DOI
10.25365/thesis.80510
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11481.45103.690059-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Masterarbeit Beginning After the End. Spektrale Zeit und ökologische Heimsuchungen in der Kunst des Anthropozäns untersucht Formen spektraler Zeitlichkeit in zeitgenössischen künstlerischen Praktiken, die sich mit der planetaren ökologischen Krise auseinandersetzen. Ausgehend von der Annahme, dass die verdrängtem Auswirkungen des Anthropozäns nicht allein als geophysikalische Formation zu begreifen sind, sondern als ein ästhetisch und materiell wirksames Gefüge, analysiert die Arbeit wie ökologische Heimsuchung in installativen Assemblagen sichtbar und erfahrbar wird. Im Zentrum stehen zwei installative Arbeiten: Terminal Beach des Künstlerkollektivs Troika und METABOLICA von Thomas Feuerstein. An ihnen wird exemplarisch untersucht, wie materielle Prozesse, technologische Infrastrukturen und narrative Elemente Formen gebrochener, geschichteter und zirkulierender Zeit hervorbringen. Diese hauntologischen Zeitfiguren lassen sich als ineinander verschränkte Layers fassen, die in ihrem Zusammenwirken unterschiedliche Aspekte der ökologischen Krise arktikulieren. Die theoretische Grundlage entsteht aus einer Verknüpfung von Hauntologie und Ökologie im Sinne einer Ecohauntology, die sich in Anlehnung an Jacques Derrida, Mark Fisher, Donna Haraway, T.J. Demos, Karen Barad und Timothy Morton entfaltet. Spektrale Erscheinungen werden dabei als Denkfiguren einer nichtlinearen Zeit gefasst, in der Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges in materiellen und narrativen Konfigurationen miteinander verschränkt sind. Ziel der Arbeit ist es, künstlerische Praktiken im Kontext des Anthropozäns als Verfahren der Heimsuchung zu begreifen, als ästhetische, materielle und narrative entanglements, in denen sich das Fortwirken verdrängter Vergangenheiten, die Persistenz gegenwärtiger Stoffströme und die Potenziale zukünftiger Entwicklungen in komplexen zeitlichen Überlagerungen manifestieren. Die Arbeit formuliert damit eine Perspektive, das Anthropozän als spektrales, techno-ökologisches Gefüge zu denken, das zwischen Ende und Anfang zirkuliert und in künstlerischen Praktiken sedimentiert erscheint.
Abstract
(Englisch)
The master’s thesis Beginning After the End. Spectral Time and Ecological Hauntings in the Art of the Anthropocene examines forms of spectral temporality in contemporary artistic practices that engage with the ecological crisis. Departing from the assumption that the repressed impacts of the Anthropocene cannot be understood solely as geophysical processes but must be grasped as an aesthetic and material condition, the thesis analyses how ecological hauntings become visible and experientially accessible in installative assemblages. Its theoretical framework emerges from a synthesis of hauntology and ecology in the sense of an ecohauntology, drawing on Jacques Derrida, Mark Fisher, Donna Haraway, T. J. Demos, Karen Barad, and Timothy Morton to conceptualise spectral phenomena as figures of nonlinear time. The study focuses on two installations: Terminal Beach by the artist collective Troika and METABOLICA by Thomas Feuerstein. Through these works, the thesis examines how material processes, technological infrastructures, and narrative operations generate modes of broken, layered, and circulating time. These hauntological temporal figures appear as interwoven layers that articulate distinct yet inseparable aspects of the ecological crisis. The thesis argues that artistic practices in the Anthropocene function as procedures of haunting, as aesthetic, material, and narrative entanglements in which the persistence of past and repressed histories, the endurance of present material residues, and the potentials of the yet-to-come manifest through complex temporal superimpositions. In doing so, the work proposes a perspective that understands the Anthropocene as a spectral techno-ecological formation circulating between end and beginning, sedimented and reanimated within artistic practice.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Anthropozän Hauntologie Ecohauntology Spektrale zeit Ökologische Krise Kunst im Anthropozän
Schlagwörter
(Englisch)
Anthropocene Hauntology Ecohauntology Art of the Anthropocene spectral temporality
Autor*innen
Ada Karlbauer
Haupttitel (Deutsch)
Beginning after the end
Hauptuntertitel (Deutsch)
spektrale Zeit und ökologische Heimsuchungen in der Kunst des Anthropozäns
Paralleltitel (Englisch)
Beginning after the end
Paralleluntertitel (Englisch)
spectral time and ecological hauntings in the art of the Anthropocene
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
78 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Theresa Eisele
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten
AC Nummer
AC17792318
Utheses ID
79032
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
