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Utopien im Gemüsefeld
Wiedereinbettung, Arbeit und human-soil community in der Solidarischen Landwirtschaft Rankweil
Marie Kindler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Andreas Streinzer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80197
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12624.67362.963593-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit befasst sich mit alternativen Vorstellungen und Praktiken von (Land)Wirtschaft und sozialer Organisation, anhand des Beispiels der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) in Rankweil, Vorarlberg. Bei dieser Initiative wird die Gemüseproduktion mit der Bedeutung ökologischer Zusammenhänge und einem zärtlichen Umgang mit nicht-menschlichen Lebewesen im Gemüsefeld verbunden. Anhand ethnographischer Feldforschung, qualitativer Interviews und eines offenen Fragebogens untersuche ich, wie die Mitglieder durch ihre Partizipation in der Solawi Alternativen zu bestehenden Wirtschaftsstrukturen konstruieren, navigieren und als Kollektiv aushandeln sowie die Herausforderungen, denen sie dabei begegnen. Diese alternative Praktiken können als Everyday Utopias (Cooper 2014) gelesen werden, die durch Versuche einer Wiedereinbettung der Wirtschaft in die Sphäre des Sozialen sowie durch alternative Arbeitsbeziehungen versuchen, existierende Strukturen zu transformieren und relative Autonomieräume zu schaffen – bei einer gleichzeitigen Anerkennung der strategic entanglements (Streinzer und Tošić 2025) mit kapitalistischen Kontexten. Ausgehend von meinen Begegnungen während meiner Feldforschung entwickele ich eine konzeptionelle Perspektive, die die Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebewesen in der Solawi als Ausdruck alternativer Wirtschaftsweisen versteht. Die affektive Involvierung (Puig de la Bellacasa 2017, 197) der menschlichen Mitglieder ist mit der Wahrnehmung verbunden, selbst aktive Bestandteile des Ökosystems zu sein, in dem sie leben, sowie mit einem Gefühl der Verantwortung für dessen Erhalt. Indem ich die fürsorgliche Haltung der Mitglieder gegenüber nicht-menschlichen Lebewesen in diesen alternativen Arbeits- und (Land)Wirtschaftspraktiken in den Blick nehme, versuche ich, unterschiedliche Dimensionen dieser Praktiken und Vorstellungen innerhalb der Solawi zu erfassen und sie in den Kontext einer präfigurativen Utopie zu situieren.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores alternative ways of imagining and practicing economic activity and social organization through the example of a Community Supported Agriculture (CSA) initiative in Rankweil, Vorarlberg. In this initiative, food production is linked to the importance of ecological relationships and a caring attitude toward non-human actors in the field. Through ethnographic fieldwork, qualitative interviews, and an open questionnaire, I examine how members enact, imagine, and navigate alternatives to existing economic structures through their participation as well as the challenges they encounter in this process. These alternative practices can be considered Everyday Utopias (Cooper 2014) that seek to transform existing structures by re-embedding economic activity in the social sphere and by employing alternative forms of labour intended to carve out spaces of relative autonomy – while simultaneously acknowledging their strategic entanglements (Streinzer und Tošić 2025) with capitalist structures. Starting from my fieldwork encounters, I propose a conceptual language to understand the human-soil relations within the CSA along with attempts at alternative economies. This affective involvement (Puig de la Bellacasa 2017, 197) of human actors is tied to the perception of humans as active parts of the broader ecosystem they inhabit, as well as of their responsibility to sustain it. By acknowledging the caring attitude toward non-humans in these alternative labour practices, I seek to grasp the various aspects of alternative economic practices and imaginaries within the CSA in the context of a prefigurative utopia.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Solidarische Landwirtschaft Alternative Ökonomien Wiedereinbettung human-soil community more-than-human commons Ökonomische Anthropologie
Autor*innen
Marie Kindler
Haupttitel (Deutsch)
Utopien im Gemüsefeld
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wiedereinbettung, Arbeit und human-soil community in der Solidarischen Landwirtschaft Rankweil
Paralleltitel (Englisch)
Utopias in the vegetable field
Paralleluntertitel (Englisch)
re-embedding, work and human-soil community in the community supported agriculture Rankweil
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
147 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Streinzer
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.39 Wirtschaftsethnologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17768383
Utheses ID
79062
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
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