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Ich fühle mich als etwas Besonderes
Identitätskonstruktion und Ausgrenzungspraktiken im Kontext des Alemannen-Mythos in Vorarlberg
Marie Perle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Marko Demantowsky
DOI
10.25365/thesis.80397
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12633.55061.379582-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit untersucht, wie historische Denkvorgänge in der Gegenwart reproduziert werden. Ausgehend vom Alemannen-Mythos und dessen Rezeption in Vorarlberg, wurden Leitfragen entwickelt, um die heutige Bedeutung dieses Identitätskonstrukts zu analysieren. Mittels Interviews wurden Daten zum Identitätserleben von drei verschiedenen Gruppen erhoben. Die erste Gruppe umfasste VorarlbergerInnen, die nach Wien gezogen waren, die zweite solche, die dauerhaft in Vorarlberg geblieben und die dritte Zugezogene, die neu nach Vorarlberg gekommen waren. Die Analyse zeigt, dass Identität im Zusammenspiel von Sprache, Tradition und Gemeinschaftshandeln entsteht. Dabei bleibt sie flexibel, zugleich aber kulturell stabil. Trotz Anpassungsfähigkeit der Personen in Wien bleibt die Identität durch das Ausüben von Traditionen und sozialen Praktiken konsistent. Der mit Abstand wichtigste Marker der Vorarlberger Identität ist das Sprechen des regionalen Dialekts. Soziale Praktiken und der Dialekt erhalten die kollektive Identität und ermöglichen Zugehörigkeit, sowie Abgrenzung. Während sich die Begründung der Identität nicht mehr historisch auf den Alemannen-Mythos stützt, wirken viele ursprünglich alemannischen Zuschreibungen weiterhin im Alltag.
Abstract
(Englisch)
This study examines how historical ways of thinking are reproduced in the present. Starting from the Alemanni myth and its reception in Vorarlberg, guiding questions were developed in order to analyse the contemporary significance of this identity construct. Data on experiences of identity were collected through interviews with three different groups. The first group consisted of Vorarlberg natives who had moved to Vienna, the second group of natives who had remained in Vorarlberg, and the third of people who had moved to the region. The analysis shows that identity emerges through the interplay of language, tradition, and communal practices. While identity remains flexible it is also culturally stable. Even though individuals in Vienna adapt to their new environment, their identity remains consistent through the practice of traditions and social behaviours. By far the most important marker of Vorarlberg identity is the use of the regional dialect. Social practices and the dialect sustain collective identity and facilitate both a sense of belonging as well as social differentiation. Although the justification of identity is no longer historically based on the Alemanni myth, many originally Alemannic ascriptions continue to influence everyday life.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Alemannen Vorarlberg Identität Dialekt Kulturelles Gedächtnis Public History Geschichtsmythos
Autor*innen
Marie Perle
Haupttitel (Deutsch)
Ich fühle mich als etwas Besonderes
Hauptuntertitel (Deutsch)
Identitätskonstruktion und Ausgrenzungspraktiken im Kontext des Alemannen-Mythos in Vorarlberg
Paralleltitel (Englisch)
Ich fühle mich als etwas Besonderes
Paralleluntertitel (Englisch)
identity construction and exclusionary practices in the context of the Alemanni myth in Vorarlberg
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
266 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marko Demantowsky
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich
AC Nummer
AC17783244
Utheses ID
79069
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 511 | 02
