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Die kognitive Verzerrung in der Wahrnehmung der Stressreaktivität
Emma Marie Grebien
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Urs Markus Nater
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80323
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12993.48196.647558-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Stress gilt als bereits vielseitig erforschtes Phänomen, das jede Person in ihrem Alltag begleitet und mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko einhergeht. Die vorliegende Studie erzielt einen theoretischen Erkenntnisgewinn zu der Komplexität des Stresserlebens, indem der Dunning-Kruger Effekt (Kruger & Dunning, 1999) auf die Wahrnehmung der Stressreaktivität adaptiert wurde. Dazu wurde die rekrutierte Stichprobe (n = 61) nach ihrer Reaktion auf einen akuten Stressor in vier Gruppen unterteilt. Innerhalb der experimentellen Durchführung wurde in den Versuchspersonen Stress durch den Einsatz des Kaltwassertests induziert. Der körperlich sowie subjektiv erlebte Stress wurde zu mehreren Zeitpunkten gemessen. Anhand der erhobenen Daten aus den Angaben in einem Fragebogen zur wahrgenommenen Stressreaktivität und den experimentell erhobenen physiologischen Messwerten (Herzrate, Herzratenvariabilität), konnte die physiologische Stressreaktion und -erholung mit der selbsteingeschätzten Stressreaktivität verglichen werden. Die statistische Analyse erfolgte mittels Regressionsanalysen. Zusätzlich wurde der Zusammenhang zwischen der experimentell gemessenen psychologischen und physiologischen Stressreaktion und -erholung mit Korrelationen nach Pearson explorativ untersucht. Entsprechend der aufgestellten Analysen konnte eine Verzerrung in der Wahrnehmung der Stressreaktivität beobachtet werden. Personen, die eine hohe physiologische Reaktion auf einen Stressor aufwiesen, überschätzten sich in ihrer Stressreaktivität. Dagegen unterschätzten sich die Personen, die eine geringe physiologische Reaktion zeigten. Zudem zeigte sich eine Abweichung der psychologischen von der physiologischen Stressreaktion und -erholung. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse die Subjektivität und Dynamik des Stresserlebens.
Abstract
(Englisch)
Stress is known as an already extensively researched phenomenon that accompanies every person in their everyday life and is associated with a health risk. The present study achieves a theoretical knowledge gain in the complexity of experiencing stress by adapting the Dunning-Kruger effect (Kruger & Dunning, 1999) to the perception of the stress reactivity. For this purpose, the recruited sample (n = 61) was subdivided into four groups according to their reaction to an acute stressor. During the experiment, stress was induced in the participants using the cold pressor test. The physically and subjectively experienced stress was measured at several points in time. Based on the data collected from a questionnaire about the perceived stress reactivity and the experimentally measured physiological values (heart rate, heart rate variability), it was possible to compare the physiological stress reaction and recovery with the self-assessed stress reactivity. The statistical analysis was conducted by regression analysis. Additionally, the relationship between the experimentally measured psychological and physiological stress reaction and recovery was exploratory investigated by correlation analysis according to Pearson. In line with the hypotheses that had been established, a bias in the perception of the stress reactivity could be observed. Persons who show a low physiological reaction to a stressor overestimated their stress reactivity. In contrast persons who show a high physiological reaction to a stressor underestimated their stress reactivity. Moreover, a deviation between the psychological and physiological stress reaction and recovery can be observed. Overall, the results amplify the subjectivity and dynamic of experiencing stress.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Stressreaktivität Stressreaktion Stresserholung kognitive Verzerrung Dunning-Kruger-Effekt
Schlagwörter
(Englisch)
stress reactivity stress recovery stress reaction cognitive bias
Autor*innen
Emma Marie Grebien
Haupttitel (Deutsch)
Die kognitive Verzerrung in der Wahrnehmung der Stressreaktivität
Paralleltitel (Englisch)
Cognitive bias in the perception of stress reactivity
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
63 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Urs Markus Nater
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17780538
Utheses ID
79073
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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