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Frauenüberhöhung in der Lieddichtung
Traditionslinien von marianischen Texten aus den Sammlungen von David Gregor Corner und Josef Gabler
Simone Göls
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Matthias Meyer
DOI
10.25365/thesis.80423
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13191.45755.901156-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die literarische Überhöhung der Frau bildet ein zentrales Motiv in der weltlichen als auch in der religiösen Lieddichtung des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Während im Minnesang des Hochmittelalters die idealisierte Frau als unerreichbares Objekt höfischer Verehrung erscheint, tritt in der religiösen Lieddichtung, insbesondere in Marienliedern, die Gottesmutter als überhöhte, emotional aufgeladene Symbolfigur ins Zentrum der poetischen Darstellung. Ausgehend von der Fragestellung, mit welchen poetologischen Mitteln und Intentionen die Frau – speziell in Form der Maria – überhöht wird, analysiert die Studie die Schnittmengen zweier bedeutender Gesangbuchsammlungen: David Gregor Corners Groß Catholisch Gesangbuch (1625) und dessen weitere Auflagen Geistliche Nachtigal und Josef Gablers Neue geistliche Nachtigall (1884). Im Vergleich dieser beiden Sammlungen wird der Wandel marianischer Bildlichkeit im Zeitraum von der Gegenreformation bis zur cäcilianischen Erneuerungsbewegung nachgezeichnet. Darüber hinaus werden strukturelle und motivische Parallelen zum weltlichen Minnesang aufgezeigt. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die diachrone Entwicklung der marianischen Überhöhung im religiösen Volkslied darzustellen und deren poetologische Verwandtschaft mit der Tradition des Minnesangs herauszuarbeiten. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das Bild der Frau – zwischen Theologie, Volksfrömmigkeit und dichterischer Gestaltung – tradiert, transformiert und idealisiert wurde.
Abstract
(Englisch)
The idealization of women is a central motif in both secular and religious song traditions of the Middle Ages and early modern period. While Minnesang depicts the lady as an unattainable object of courtly devotion, Marian hymnody elevates the Virgin Mary as a symbolic figure of heightened emotional and theological significance. This study analyzes the poetic strategies behind such elevation by comparing two major hymnals: David Gregor Corner’s Groß Catholisch Gesangbuch (1625) and its later adaptations Geistliche Nachtigal and Josef Gabler’s Neue geistliche Nachtigall (1884). The thesis traces shifts in Marian imagery from the Counter-Reformation to the Cecilian movement and highlights thematic parallels with secular Minnesang. It outlines the diachronic development of Marian idealization in religious song and its poetic affinities with the tradition of Minnesang.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Marienlied Religiöses Volkslied Josef Gabler David Gregor Corner Minnesang Gegenreformation Liedsammlung Marienverehrung Groß Catholisch Gesangbuch Geistliche Nachtigal Neue geistliche Nachtigall Reinmar der Alte Heinrich von Morungen cäcilianische Erneuerungsbewegung Marianik Mariologie Liedtext Überhöhung der Frau Mittelalter Frühe Neuzeit katholisches Volkslied Rolle der Frau Minnedame
Schlagwörter
(Englisch)
idealization of women Marian hymnody Cecilian movement religious song traditions
Autor*innen
Simone Göls
Haupttitel (Deutsch)
Frauenüberhöhung in der Lieddichtung
Hauptuntertitel (Deutsch)
Traditionslinien von marianischen Texten aus den Sammlungen von David Gregor Corner und Josef Gabler
Paralleltitel (Englisch)
Exaltation of women in song poetry
Paralleluntertitel (Englisch)
traditions of Marian texts in the collections of David Gregor Corner and Josef Gabler
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Matthias Meyer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC17785116
Utheses ID
79083
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
