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Plötzlich Dolmetscherin
Fallstudie zum Dolmetschteam im Beratungszentrum Ukraine des Diakonie Flüchtlingsdiensts
Sarah Brandstetter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Russisch
Betreuer*in
Magdalena Bartlomiejczyk
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80217
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15585.45890.670235-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Krisen in der globalisierten Welt können zu einem plötzlichen Dolmetschbedarf in Sprachenkombinationen führen, für die keine oder nicht ausreichend professionelle Kommunaldolmetscher:innen zur Verfügung stehen. Kurz nach dem 24. Februar 2022 hat der Diakonie Flüchtlingsdienst das Beratungszentrum Ukraine gegründet und damit unter Zeitdruck ein Team von 14 ukrainisch-/russischsprachigen Dolmetscher:innen zusammengestellt, darunter auch Personen, die gerade ihre ersten Dolmetscherfahrungen sammelten. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Fallstudie die Frage gestellt: Mit welchen Maßnahmen lassen sich Sprachkundige bzw. Dolmetscher:innen, die im Beratungssetting mit geflüchteten Menschen dolmetschen sollen, effizient unter besonderer Berücksichtigung mangelnder Zeitressourcen professionalisieren? Zur Beantwortung wurden im Jahr 2023 acht leitfadengestützte Interviews mit Dolmetscherinnen des Beratungszentrums durchgeführt. Insgesamt liegen 8,8 Stunden Interviewtext vor, die mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse aufgearbeitet wurden. Die wissenschaftstheoretische Grundlage besteht aus den Themenbereichen Kommunaldolmetschen in der Beratung von geflüchteten Menschen, professionelles Dolmetschen und Teamarbeit bzw. -entwicklung. Es zeigt sich, dass das Eingebundensein in ein Team in doppelter Hinsicht, nämlich in ein Dolmetschteam und ein Arbeitsteam mit den jeweiligen Berater:innen, zahlreiche Vorteile mit sich bringt, wie informelle Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, Sensibilisierung für Problemstellungen beim Kommunaldolmetschen im Beratungssetting und nicht zuletzt Motivation. Andererseits wirft diese Verwicklung in zwei Teams auch Fragen mit Blick auf die eigene Rollendefinition als Kommunaldolmetscher:in auf. Aus der abschließenden Analyse geht hervor, dass Professionalisierungsmaßnahmen in den identifizierten Kernbereichen (I) Dolmetschbasics, (II) Fachwortschatz, (III) Sachkenntnis, (IV) Gesprächsverhalten, (V) ethische Fragen und (VI) weitere Dolmetschtechniken ansetzen sollten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kommunaldolmetschen Dolmetschteam Dolmetscherteam Professionelles Dolmetschen Professionalisierung von Dolmetscher:innen Diakonie Dolmetschen in der Beratung Beratungssetting
Autor*innen
Sarah Brandstetter
Haupttitel (Deutsch)
Plötzlich Dolmetscherin
Hauptuntertitel (Deutsch)
Fallstudie zum Dolmetschteam im Beratungszentrum Ukraine des Diakonie Flüchtlingsdiensts
Paralleltitel (Englisch)
Suddenly interpreter
Paralleluntertitel (Englisch)
case study on the team of interpreters at the Consultation Center Ukraine of Diakonie Flüchtlingsdienst
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
156 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Magdalena Bartlomiejczyk
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17771103
Utheses ID
79091
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 360 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1