Detailansicht

GerichtsdolmetscherIn: Beruf oder Berufung?
Anna Setiavina
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Russisch Deutsch
Betreuer*in
Sonja Pöllabauer
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80167
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15639.52591.895215-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die berufliche Identität von GerichtsdolmetscherInnen mit dem Sprachenpaar Russisch/Deutsch in Österreich. Auf Grundlage rechtlicher Rahmenbedingungen, translationswissenschaftlicher Rollenkonzepte sowie des Identitätsmodells nach Duflou wird analysiert, wie sich professionelle Identität bildet und welche Faktoren diesen Prozess prägen. Eine qualitative Interviewstudie mit fünf zertifizierten GerichtsdolmetscherInnen zeigt, dass institutionelle Zugehörigkeit, Beeidigung, hohe Qualitätsanforderungen, soziale Verantwortung und persönliche Motivation zentrale Elemente der Identitätsentwicklung darstellen. Gleichzeitig wird deutlich, dass praktische Erfahrung für die Professionalisierung bedeutender ist als kollegiale Netzwerke, die im Gerichtsdolmetschsetting weniger ausgeprägt sind. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Gerichtsdolmetschen für viele Befragte sowohl eine anspruchsvolle berufliche Tätigkeit als auch eine persönliche Berufung darstellt und dass ihre Identität stark durch Verantwortung, Neutralität und den Beitrag zur Rechtssicherheit geprägt wird.
Abstract
(Englisch)
This Master’s thesis examines the professional identity of court interpreters working with the Russian–German language pair in Austria. Building on legal frameworks, translation-oriented role concepts and Duflou’s identity model, the study explores how professional identity is formed and which factors shape this process. A qualitative interview study with five certified court interpreters reveals that institutional affiliation, the oath of office, high quality expectations, social responsibility and personal motivation play central roles in identity development. The findings also demonstrate that practical experience is more influential for professional growth than collegial networks, which are less prominent in court interpreting settings. Overall, the results show that court interpreting is perceived as both a demanding profession and a personal vocation, with identity strongly shaped by responsibility, neutrality and the interpreters’ contribution to justice.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gerichtsdolmetschen
Autor*innen
Anna Setiavina
Haupttitel (Deutsch)
GerichtsdolmetscherIn: Beruf oder Berufung?
Paralleltitel (Englisch)
Court interpreting: profession or passion?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
87 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Pöllabauer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17764650
Utheses ID
79097
Studienkennzahl
UA | 070 | 360 | 331 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1