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Strukturwandel im Zeitalter des Konsums
eine Analyse der E-Commerce-Dynamiken in österreichischen Haushalten
Elias Daxböck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Wolfgang Blaas
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80875
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15792.46012.177514-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die rasante Ausweitung des E-Commerce hat das Konsumverhalten in Österreich in den letzten zwei Jahrzehnten verändert. Doch diese Entwicklung birgt auch gesellschaftliche und ökologische Risiken. E-Commerce senkt durch ständige Verfügbarkeit, personalisierte Werbung und vereinfachte Bestellprozesse die Hemmschwelle zum Kauf. Dies fördert impulsives und übermäßiges Konsumverhalten, eine zentrale Eigenschaft des Massenkonsums, der immer weniger auf Bedarf, sondern zunehmend auf Impulsen basiert. Der Onlinehandel hat oftmals eine schlechte Klimabilanz. Verpackungsmüll und energieintensive Rechenzentren sowie der Anstieg des Lieferverkehrs können zu hohen CO₂-Emissionen beitragen. Die Digitalisierung trägt noch nicht zur Nachhaltigkeit bei, obwohl es oft als Treiber der Zukunft verstanden wird. Das Geschäftsmodell der großen Unternehmen verstärkt die „Take-Make-Dispose“-Ökonomie, bei der Ressourcen verschwendet und Produkte schnell ersetzt werden. Mit dieser Untersuchung sollen die Auswirkungen des Onlinehandels auf die Konsumstrukturen und die Gesamtausgaben der privaten Haushalte in Österreich analysiert werden. Es wird außerdem untersucht, ob der E-Commerce den Warenkonsum der österreichischen Bevölkerung verstärkt. Eine lineare Regressionsanalyse auf Basis österreichischer amtlicher Statistiken (2015–2023) untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Anteil des Distanzhandels und den Konsumausgaben privater Haushalte pro Kopf. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten positiven Effekt. Jeder Prozentpunkt Zuwachs beim Anteil des Distanzhandels ist mit einem Anstieg der Konsumausgaben pro Kopf um durchschnittlich 69,42 Euro verbunden (B = 69,421, p < .001), selbst nach Kontrolle von BIP pro Kopf und Internetzugang. Das Modell erklärt 98,7 % der Varianz, was die deutliche Erklärungskraft des E-Commerce Anteils unterstreicht. Diese Masterarbeit kommt zu dem Entschluss, dass eine kritische Neubewertung der digitalen Handelsmodelle wichtig ist. Notwendig sind politische Maßnahmen, die eine kreislauforientierte Wirtschaftsweise, eine klimafreundliche Logistik und ein bewusstes Konsumverhalten fördern.
Abstract
(Englisch)
The rapid expansion of E-commerce has permanently changed consumer behaviour in Austria over the last two decades and contributed to the intensification of mass consumption. However, this development also harbours social and environmental risks. E-commerce lowers the inhibition threshold for purchasing through constant availability, personalised advertising and simplified ordering processes. This encourages impulsive and excessive consumer behaviour, a key characteristic of mass consumption, which is based less and less on need and more and more on impulse. The carbon footprint of online retail is in some aspects particularly critical. Packaging waste, energy intensive data centres and the increase in delivery traffic, especially in the last kilometre range, can contribute significantly to CO₂ emissions. Paradoxically, digitalisation is often seen as a path to sustainability. However, the current E-commerce business model of the largest firms reinforces the ‘take-make-dispose’ economy, in which resources are wasted and products are quickly replaced. The aim of this study is to analyse the effects of e-commerce on consumption structures and the total expenditure of private households in Austria. It also analyses whether e-commerce increases the consumption of goods by the Austrian population. This study uses a linear regression analysis based on official Austrian statistics (2015-2023) to analyse the relationship between the share of distance selling and per capita consumer spending by private households. The results show a highly significant positive effect: every percentage point increase in the share of distance selling is associated with an average increase in per capita consumer spending of EUR 69.42 (B = 69.421, p < .001), even after controlling for per capita GDP and internet access. The model explains 98.7 % of the variance, which emphasises the clear explanatory power of the e-commerce share. This master's thesis comes to the conclusion that a critical reassessment of digital retail models is unavoidable. What is needed are political measures that promote a circular economy, climate-friendly logistics and conscious consumer behaviour. E-commerce must not only be seen as technological progress, but must also be measured against its social and ecological consequences in order to enable a sustainable future.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
E-Commerce Konsum Konsumverhalten B2C Onlinehandel Digitalisierung
Autor*innen
Elias Daxböck
Haupttitel (Deutsch)
Strukturwandel im Zeitalter des Konsums
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der E-Commerce-Dynamiken in österreichischen Haushalten
Paralleltitel (Englisch)
Structural change in the age of consumption
Paralleluntertitel (Englisch)
an analysis of e-commerce dynamics in Austrian households
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
96 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Blaas
Klassifikationen
43 Umweltforschung > 43.66 Umweltbelastung durch private Haushalte ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie. Wirtschaftspsychologie ,
85 Betriebswirtschaft > 85.00 Betriebswirtschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17832291
Utheses ID
79112
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1