Detailansicht
Neu ausgerollt!
die Ausstellungsgeschichte der Orientteppichsammlung des MAK
Elisabeth Tichy
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Noémie Etienne
DOI
10.25365/thesis.80525
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18681.51519.119825-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die sogenannten Orientteppiche, die heute zur Sammlung des MAK gehören, wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Die ausstellenden Wiener Museen haben jeweils unterschiedliche Ziele verfolgt, was sich auf die Präsentation der Teppiche als Exponate ausgewirkt hat. Diese haben in jeder Institution eine andere Rolle eingenommen: Im Orientalischen Museum (später Handelsmuseum) wurden die Teppiche insbesondere als Beispiele für erfolgreiche Handelsgüter gesammelt. Die Ausstellung von sogenannten Orientteppichen sollte sollten dazu beitragen, den Handel weiterhin zu fördern. Sie wurden daher in Verkaufsausstellungen gezeigt oder es wurden sogenannte orientalische Zimmer eingerichtet, die damals besonders modisch waren und zum Kauf von Teppichen anregen sollten. Im Museum für Kunst und Industrie nahmen Teppiche die Rolle der Vorbilder für die Industrie ein, mit der Entwicklung des Forschungsfeldes der islamischen Kunstgeschichte wurden sie aber zunehmend als interessante Forschungsobjekte wahrgenommen. Diese Entwicklung der Wahrnehmung der Teppiche kann man in den Teppichpräsentationen in den Jahren zwischen der Gründung des Museums im Jahr 1864 bis 1986 mitverfolgen: Die Exponate des Museums wurden zunächst nach material-technischen Kategorien aufgeteilt ausgestellt, später entschied man sich für eine Anordnung nach historischen Perioden. Ab diesem Zeitpunkt wurden Teppiche gemeinsam mit anderen Kunstgewerbeobjekten aus Asien oder Nordafrika ausgestellt, da man islamische Kunst als kulturgeschichtlich geschlossene Einheit begriff. Seit der Neuausrichtung des MAK und dem Fokus auf zeitgenössische Kunst rückte das Forschungsinteresse an den Teppichen in den Hintergrund und es wurden Teppichausstellungen als Kunstinstallationen gestaltet. Die Präsentation selbst wurde daher zur Kunst.
Abstract
(Englisch)
The so-called oriental carpets that now belong to the MAK collection have been shown in numerous exhibitions since the end of the 19th century. The exhibiting museums in Vienna each pursued different goals, which had an impact on the presentation of the carpets as exhibits. They played a different role in each institution: In the Oriental Museum (later the Trade Museum), the carpets were collected primarily as examples of successful trade goods. The exhibition of so-called oriental carpets was intended to help promote trade. They were therefore shown in sales exhibitions or so-called oriental rooms were set up, which were particularly fashionable at the time and were intended to encourage the purchase of carpets. In the Museum of Art and Industry, carpets served as models for industry, but with the development of the field of Islamic art history, they were increasingly perceived as interesting objects of research. This development in the perception of carpets can be traced in the carpet presentations in the years between the museum's founding in 1864 and 1986: The museum's exhibits were initially displayed according to material and technical categories, but later it was decided to organize them according to historical periods. From that point on, carpets were exhibited alongside other decorative arts objects from Asia or North Africa, as Islamic art was understood to be a culturally and historically cohesive entity. Since the MAK's reorientation and focus on contemporary art, research interest in carpets has receded into the background, and carpet exhibitions have been designed as art installations. The presentation itself has thus become art.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Teppich Orientteppich MAK Kontextualisierung Islamische Kunst Ausstellungsgeschichte
Schlagwörter
(Englisch)
oriental carpets exhibition history
Autor*innen
Elisabeth Tichy
Haupttitel (Deutsch)
Neu ausgerollt!
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Ausstellungsgeschichte der Orientteppichsammlung des MAK
Paralleltitel (Englisch)
The exhibition history of the MAK's Oriental carpet collection
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
iv, 116 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Noémie Etienne
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.40 Außereuropäische Kunst
AC Nummer
AC17792810
Utheses ID
79164
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
