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Dolmetschen bei der Kriminalpolizei Salzburg
Ablauf, Erfahrungen und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit Dolmetscher:innen aus Sicht der Beamt:innen
Magdalena Pesendorfer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Sonja Pöllabauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80320
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19239.48586.396614-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit präsentiert die Ergebnisse einer Interviewstudie, die beim Landeskriminalamt Salzburg in den Abteilungen Einbruch und Diebstahl, sowie Suchtmittelbekämpfung durchgeführt wurde. Gegenstand der Untersuchung war der Ablauf gedolmetschter Befragungen aus Sicht der Beamt:innen. Anhand fünf semistrukturierter Interviews wurde analysiert, wie viel Dolmetscher:innenbedarf es im LKA gibt, wie die Kontaktaufnahme mit Dolmetscher:innen erfolgt und wahrgenommen wird, wie gedolmetschte polizeiliche Befragungen in beim Landeskriminalamt Salzburg aufgebaut sind und, wie sich diese von regulären Befragungen unterscheiden, ob und welche technologischen Hilfsmittel zum Einsatz kommen, welche Erfahrungen die Polizeibeamt:innen mit Dolmetscher:innen machen, welche Erwartungen und Kompetenzanforderungen an Dolmetscher:innen gestellt werden, welche Herausforderungen gegeben sind und wie die Zusammenarbeit seitens der Beamt:innen bewertet wird. Die theoretische Grundlage bilden die Kernthemen Dolmetschen im Rechtsbereich, rechtliche Grundlagen im internationalen und nationalen Kontext, Kontaktaufnahme mit Dolmetscher:innen in Bezug auf Österreich, Rollenverständnis, Technologieeinsatz, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Herausforderungen und Schulungsmöglichkeiten für Polizeibeamt:innen. Die Ergebnisse zeigen, dass qualifizierte Dolmetscher:innen für faire Befragungen und effiziente Ermittlungen essenziell sind, während zugleich Herausforderungen wie eingeschränkte zeitliche Verfügbarkeit, sowie Verfügbarkeit bestimmter Sprachkombinationen, Unklarheiten bezüglich Rollenanforderungen und nicht-einheitliche Vorbereitung auf die Zusammenarbeit bestehen. Aus den Ergebnissen geht auch die Veränderung beim Dolmetscher:inneneinsatz hin zum Bereich Kommunikationsüberwachung hervor. Die persönliche Wahrnehmung der Beamt:innen in Bezug auf die eigene Einschulung bei der Zusammenarbeit wird ebenfalls näher betrachtet. Zusammenfassend geht aus den Ergebnissen hervor, dass die Zusammenarbeit mit Dolmetscher:innen aus Sicht der Polizeibeamt:innen durchaus positiv wahrgenommen wird, jedoch mit unterschiedlichen Herausforderungen verbunden ist.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis presents the results of an interview study conducted at the Salzburg Provincial Criminal Intelligence Department in the departments of burglary and theft, as well as narcotics enforcement. The subject of the study was the process of interpreted police interviews from the perspective of the police officers. The study consists of five semi-structured interviews to analyse the demand for interpreters at the Salzburg Provincial Criminal Intelligence Department, how contact with interpreters is established and perceived, how interpreted police interviews are structured, and how they differ from regular interviews. Furthermore, aspects such as whether and which technological aids are used, what personal experiences police officers have with interpreters, what expectations and competence requirements are placed on interpreters, what challenges exist, and how their cooperation is evaluated by the police officers were analysed. The theoretical basis is formed by the core topics of legal interpreting, legal frameworks in an international and national context, establishing contact with interpreters in the Austrian context, perception of roles, use of technology, interdisciplinary cooperation, challenges, and training opportunities for police officers. The results show that qualified interpreters are essential for fair questioning and efficient investigations, while at the same time there are challenges such as limited availability of interpreters and certain language combinations, ambiguities regarding role requirements, and inconsistent preparation for cooperation. The results also show a shift in the work of interpreters towards the area of wiretap interpreting. The personal perceptions of police officers regarding their own training in collaboration with interpreters are also examined in more detail. In summary, the results show that collaboration with interpreters is perceived positively by police officers but is associated with various challenges.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Polizei Dolmetschen bei polizeilichen Befragungen Dolmetschen Interdisziplinäre Zusammenarbeit Rechtsdolmetschen Österreich
Schlagwörter
(Englisch)
Police Interpreting in police settings Interpreting Interdisciplinary cooperation Legal interpreting Austria
Autor*innen
Magdalena Pesendorfer
Haupttitel (Deutsch)
Dolmetschen bei der Kriminalpolizei Salzburg
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ablauf, Erfahrungen und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit Dolmetscher:innen aus Sicht der Beamt:innen
Paralleltitel (Englisch)
Interpreting for the Salzburg provincial criminal intelligence department
Paralleluntertitel (Englisch)
workflow, experiences, and challenges in working with interpreters from the perspective of police officers
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
134 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Pöllabauer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17780215
Utheses ID
79171
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
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