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Menschenhandel und sexualisierte Gewalt in Verbindung mit bewaffneten Konflikten und Kriegen
eine vergleichende Analyse der begünstigenden Muster für Menschenhandel und sexualisierte Gewalt während der Jugoslawienkriege und des Ukrainekriegs
Fabienne Thora Lange
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Petra Dannecker
DOI
10.25365/thesis.80281
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19239.55031.457746-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen bewaffneten Konflikten, sexualisierter Gewalt und Menschenhandel anhand eines vergleichenden Ansatzes zwischen den Jugoslawienkriegen der 1990er Jahre und dem seit 2022 andauernden Krieg in der Ukraine. Ausgehend von der feministischen Friedens- und Konfliktforschung wird analysiert, wie geschlechtsspezifische Ungleichheiten, hegemoniale Männlichkeitsstrukturen und Formen struktureller Gewalt die Ausbreitung sexualisierter Gewalt und ausbeuterischer Praktiken in Konfliktregionen begünstigen. Die Arbeit stützt sich auf eine deduktive Dokumentenanalyse nach Mayring, die systematisch Berichte internationaler Organisationen, NGO-Dokumente, Medienberichte und digitale Quellen auswertet. Die Analyse zeigt, dass in beiden untersuchten Konflikten ähnliche Muster auftreten: der Zusammenbruch sozialer und staatlicher Strukturen, großflächige Fluchtbewegungen, wirtschaftliche und finanzielle Probleme sowie die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft schaffen Bedingungen, unter denen Menschenhandel und sexualisierte Gewalt deutlich zunehmen. Gleichzeitig weisen die Ergebnisse auf wichtige Unterschiede hin, insbesondere im Bereich moderner Technologien. Während in den Jugoslawienkriegen analoge Rekrutierungswege dominierten, spielen im Ukrainekrieg soziale Medien, verschlüsselte digitale Netzwerke und Online-Plattformen eine zentrale Rolle sowohl für Täter:innen als auch für Präventions- und Schutzmaßnahmen. Die vergleichende Auswertung macht deutlich, dass trotz bedeutender Fortschritte im internationalen Rechtsrahmen wiederkehrende Muster der Gewalt fortbestehen. Die Arbeit schließt mit Empfehlungen zur Stärkung internationaler Schutzmechanismen, der Verbesserung digitaler Präventionsstrategien und der Notwendigkeit, intersektionale Ansätze systematisch in Konflikt- und Wiederaufbauprozesse zu integrieren.
Abstract
(Englisch)
The following Masterthesis investigates the connection between armed conflicts, sexual violence and human trafficing using a comparative approach between the Yugoslav wars of the 1990s and the war in Ukraine, which has been ongoing since 2022. Taking from feminist peace and conflict studies, this thesis analyzes how gender-specific inequality, hegemonic masculinity structures, and forms of structural violence foster the spread of sexualized violence and exploitative practices in conflict regions. The study is based on a deductive document analysis following Mayring's methodology, which systematically evaluates reports of international organisations, NGO documents, media reports and digital sources. The Analysis shows that similar patterns emerge in both conflicts: the collapse of state and social structures, large-scale refugee movements, economic and financial issues as well as the increasing militarization of society create an environment under which human trafficking and sexualized violence increase significantly. At the same time, the results point to important differences, especially when it comes to modern-day technologies. While analog recruitment channels dominated during the Yugoslav wars, social media, encrypted digital networks and online-platforms play a central role in the war in Ukraine, both for perpetrators as well as prevention and protection measures. The comparative analysis shows that despite significant advances in the international legal framework, recurring patterns of violence persist. The thesis concludes with recommendations to strengthen international protection measures and the need to systematically integrate gender-responsive approaches into conflict and reconstruction processes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Menschenhandel Sexualisierte Gewalt Krieg Konflikt Ukraine Ukrainekrieg Jugoslawien Jugoslawienkrieg Hegemoniale Strukturen Feministische Friedens- und Konfliktforschung
Schlagwörter
(Englisch)
Human trafficking sexual violence War
Autor*innen
Fabienne Thora Lange
Haupttitel (Deutsch)
Menschenhandel und sexualisierte Gewalt in Verbindung mit bewaffneten Konflikten und Kriegen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Analyse der begünstigenden Muster für Menschenhandel und sexualisierte Gewalt während der Jugoslawienkriege und des Ukrainekriegs
Paralleltitel (Englisch)
Human trafficking and sexualized violence in the context of armed conflict and war
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
VI, 104 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Dannecker
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17776054
Utheses ID
79173
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
