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Neoliberalismus in der Krise?
"Project 2025" als Hegemonieprojekt der amerikanischen Rechten
Yannic John-Henry Sylvester Bandt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Tobias Boos
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80385
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19248.48924.678366-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit analysiert mithilfe eines neo-gramscianischen Ansatzes das „Project 2025“ der Heritage Foundation. Der gewählte theoretische Rahmen weist „Project 2025“ als Hegemonieprojekt aus und macht die Heritage Foundation als organischen Intellektuellen eines konservativen policy planning networks sichtbar. Zunächst wird das „Project 2025“ in seiner historischen Struktur (Cox 1981) situiert, um die organische Krise der neoliberalen Globalisierung als Möglichkeitsfenster für ein rechtes Hegemonieprojekt sichtbar zu machen. Die elektorale Basis entzog der neoliberalen Globalisierung längst die Zustimmung, doch die hegemoniale Auseinandersetzung mit China hat auch bei den amerikanischen Eliten zunehmend zu einem Umdenken geführt. Die Arbeit untersucht anschließend die dem „Project 2025“ zugrundeliegende Verdichtungsleistung der Heritage Foundation, denn sie bündelte als organischer Intellektueller disparate ökonomische Interessen führender Kapitalfraktionen - des Technologie- Finanz- und fossilen Kapitals - zu einem Hegemonieprojekt. Sie bemächtigte sich dabei des Drehtüreffekts, um führender Politiker der Trump I-Administration für das „Project 2025“ zu rekrutieren und anschließend führende Positionen der Trump II-Administration mit Politikern mit Verbindung zu „Project 2025“ zu besetzen. Dieses Hegemonieprojekt fungiert als strategische Blaupause der amerikanischen Rechten für eine zweite Amtszeit von Donald Trump. Die Untersuchung setzt sich zum Ziel, das „Project 2025“ entlang seiner ökonomischen, kulturell-ideologischen und institutionellen Dimensionen mithilfe der Analyseachsen Akkumulationsstrategie, Einbindung subalterner Akteur*innen und Rückbezug auf strukturelle Selektivitäten zu charakterisieren. Identifiziert wird eine fossil-militarisierte Re-Industrialisierung als Akkumulationsstrategie, welche - vermittelt über eine radikale Deregulierungsagenda - die Bedürfnisse der widersprüchlichen Kapitalallianz in Einklang bringen soll. Weiter wird die MAGA-Basis primär durch kulturell-ideologische Zugeständnisse auf Kosten marginalisierter, nicht-weißer Klassen eingebunden, während ökonomisch-korporatistische Interessen der einzugliedernden subalternen Gruppen kaum berücksichtigt werden. Durch das „Two Nations Project“ (Jessop 1990: 210) drohen Akkumulationsstrategie und Konsensproduktion fortwährend auseinander zu fallen. Auf staatlichem Terrain wird um Verallgemeinerung gerungen: die Politisierung der Verwaltung sowie die Zentralisierung der politischen Macht bei der Exekutive soll den „Trumpismus“ dauerhaft institutionalisieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gramsci Trump organische Intellektuelle Populismus Heritage Foundation Project 2025 policy planning network
Autor*innen
Yannic John-Henry Sylvester Bandt
Haupttitel (Deutsch)
Neoliberalismus in der Krise?
Hauptuntertitel (Deutsch)
"Project 2025" als Hegemonieprojekt der amerikanischen Rechten
Paralleltitel (Englisch)
Neoliberalism in crisis?
Paralleluntertitel (Englisch)
"Project 2025" as a hegemonic project of the American far right?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
148 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Tobias Boos
Klassifikation
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen. Sonstiges
AC Nummer
AC17782919
Utheses ID
79175
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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