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Natürliche Empfängnisverhütung - der einzige Weg für katholische Frauen?
Elisabeth Fellnhofer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Religionspädagogik
Betreuer*in
Gunter Prüller-Jagenteufel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80649
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19248.63550.845485-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, ob und inwiefern das kirchliche Verbot künstlicher Empfängnisverhütung das Verhütungsverhalten katholischer Frauen beeinflusst. Die Grundlage dieser Lehre wurde erstmals 1930 in der Enzyklika Casti Connubii formuliert und 1968 in der Enzyklika Humanae Vitae durch Papst Paul VI. bekräftigt. Seitdem erlaubt das kirchliche Lehramt ausschließlich natürliche Methoden der Empfängnisregelung und lehnt künstliche Verhütungsmittel ab. Die Arbeit zeichnet die historische Entwicklung dieser Lehre nach, analysiert ihre theologischen Begründungen und beleuchtet insbesondere die Rezeption und Kritik an Humanae Vitae im kirchlichen wie gesellschaftlichen Diskurs. Im Anschluss werden empirische Studien vorgestellt, die Einblicke in das tatsächliche Verhütungsverhalten katholischer Frauen geben. Das Herzstück der Untersuchung bilden fünf leitfadengestützte, qualitative Interviews mit katholischen Frauen. Diese schildern ihre persönlichen Entscheidungen in Bezug auf Verhütung, ihre Auseinandersetzung mit der kirchlichen Sexualmoral sowie ihre Erwartungen an das kirchliche Lehramt. Die Auswertung der Interviews erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld zwischen individueller Lebensrealität, Gewissensentscheidungen und kirchlicher Norm. Während die Lehre der Kirche den Frauen bekannt ist, orientieren sich ihre Entscheidungen in der Praxis häufig an persönlichen, partnerschaftlichen und gesundheitlichen Überlegungen. Die kirchliche Position wird dabei von vielen als nicht lebensnah oder als moralisch defizitär empfunden. Die Arbeit leistet einen Beitrag zum Verständnis der Bedeutung kirchlicher Sexualmoral im Alltag gläubiger Frauen und eröffnet Perspektiven für eine zeitgemäße Weiterentwicklung kirchlicher Lehre. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Perspektive der Frauen selbst – als diejenigen, die Verhütung konkret betrifft, deren Stimmen jedoch in kirchlichen Debatten häufig ungehört bleiben.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis examines whether and to what extent the Catholic Church's prohibition of artificial contraception influences the contraceptive choices of Catholic women. The foundation of this teaching was first formulated in the encyclical Casti Connubii (1930) and reaffirmed in Humanae Vitae (1968) by Pope Paul VI. Since then, the Church has officially permitted only natural methods of family planning while rejecting artificial means of contraception. The thesis traces the historical development of this doctrine, analyzes its theological foundations, and focuses particularly on the reception and criticism of Humanae Vitae within both ecclesial and societal contexts. In addition, existing empirical studies are reviewed to provide insights into the actual contraceptive behavior of Catholic women. The core of the study consists of five qualitative, semi-structured interviews with Catholic women. These women share their personal decisions regarding contraception, their engagement with Catholic sexual morality, and their expectations of Church teaching. The interviews were analyzed using qualitative content analysis. The findings reveal a tension between individual life realities, personal conscience, and ecclesial norms. Although the Church’s teaching is known to the participants, their actual contraceptive decisions are often guided by personal, relational, and health-related considerations. The Church’s stance is frequently perceived as unrealistic or morally lacking. This study contributes to a deeper understanding of how Church teachings on sexuality affect the everyday lives of believing women and opens perspectives for a more contemporary development of Catholic doctrine. Special emphasis is placed on the perspectives of women themselves – as those directly affected by contraceptive practice, yet whose voices are often absent in Church discourse.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Natürliche Empfängnisverhütung Humanae Vitae Sexualmoral
Autor*innen
Elisabeth Fellnhofer
Haupttitel (Deutsch)
Natürliche Empfängnisverhütung - der einzige Weg für katholische Frauen?
Paralleltitel (Englisch)
Natural family planning - the only option für Catholic women?
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
112 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gunter Prüller-Jagenteufel
Klassifikation
11 Theologie > 11.62 Christliche Ethik
AC Nummer
AC17802621
Utheses ID
79178
Studienkennzahl
UA | 066 | 796 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1