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Die räumliche Gewalt
Christian Pflügl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Michael Staudigl
DOI
10.25365/thesis.80570
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22695.51896.456112-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird eine hybride Theorie der Gewalt vorgeschlagen, die phänomenologische und poststrukturalistische Ansätze miteinander in Verbindung setzt. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Gewalt als unmittelbar erfahrbares Phänomen zu begreifen ist, das sich in der Störung der alltäglichen räumlichen Modalität des Daseins zeigt. Die Räumliche Gewalt und die Räumliche Ordnung, die Schlüsselbegriffe für den phänomenalen Teil der Arbeit, sind von Heidegger und Sara Ahmed abgeleitet und informiert. Gewalt wird als Teil von Ordnung, der Räumlichen Ordnung, verstanden. Die Debatte um eine weite oder enge Definition von Gewalt wird als Scheindebatte entlarvt. Es wird gezeigt, dass beide Formen der Gewalt in einem reziproken Produktionsverhältnis zueinander stehen. Des Weiteren wird eine inhärente Normativität der Gewalt verneint. Um dies zu adressieren, wird in Anlehnung an Rancière das Konzept der emanzipativen Gewalt eingeführt, das nicht auf Gegengewalt oder normative Bewertung abzielt, sondern auf das Potenzial, Gleichheit herzustellen und bestehende Ordnungen zu durchbrechen.
Abstract
(Englisch)
This paper proposes a hybrid theory of violence that connects phenomenological and poststructuralist approaches. The starting point is the assumption that violence should be understood as an immediately experienced phenomenon, manifesting itself in the disruption of the everyday spatial modality of being. Spatial violence and spatial order, the key concepts for the phenomenological part of the paper, are derived from and informed by Heidegger and Sara Ahmed. Violence is understood as part of order—the spatial order. The debate over a broad or narrow definition of violence is revealed as a pseudo-debate. It is shown that both forms of violence exist in a reciprocal relationship with one another. Furthermore, the notion of inherent normativity in violence is rejected. To address this, the concept of emancipatory violence is introduced, following Rancière, which does not aim at counter-violence or normative evaluation, but at the potential to establish equality and disrupt existing orders.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gewalttheorie Phänomenologie Poststrukturalismus Feministische Theorie
Autor*innen
Christian Pflügl
Haupttitel (Deutsch)
Die räumliche Gewalt
Paralleltitel (Englisch)
Spatial violence
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
v, 81 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Staudigl
Klassifikation
08 Philosophie > 08 Philosophie
AC Nummer
AC17795582
Utheses ID
79209
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
