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Wer schlägt, der geht (lernen)!
transformatives Lernen im Kontext der verpflichtenden Gewaltpräventionsberatung in Österreich
Valentina Theresa Seidl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Michaela Krenceyová
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80302
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27699.55211.669983-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterarbeit untersuche ich Lernprozesse in der verpflichtenden Gewaltpräventionsberatung in Österreich unter Rückgriff auf das Konzept des Transformativen Lernens als metatheoretischen Bezugsrahmen. Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie Beratungspersonen den Lernprozess von Tätern konzipieren, begleiten und reflektieren und welche Elemente als transformativ beschrieben werden können. Als empirische Grundlage dienen sechs leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften aus österreichischen Einrichtungen für Gewaltprävention. Der Fokus auf die Perspektive der Beratungspersonen ermöglicht einen differenzierten Einblick in methodische und pädagogische Handlungsweisen sowie in den Umgang mit Widerstand im verpflichtenden Lernsetting. Die Interviews wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2000) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass zentrale Phasen des Transformativen Lernens, wie das Erleben eines desorientierenden Dilemmas, emotionale Selbstprüfung, kritische Überprüfung bestehender Annahmen sowie das Erkunden und Planen neuer Handlungsmöglichkeiten, eine wichtige Rolle in der Gewaltpräventionsberatung spielen. Die Beratung kann für die Täter eine erstmalige Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Gefühlswelt sowie eine Möglichkeit zur Reflexion von Männlichkeitsbildern und Geschlechterrollen darstellen. Aufgrund des begrenzten Zeitrahmens der Beratung lassen sich jedoch keine Aussagen über längerfristige Verhaltensänderungen der Täter treffen. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung, die die Perspektiven von Tätern, Betroffenen und Beratungspersonen zusammenführt und längerfristige Beratungssettings untersucht, um Bedingungen nachhaltiger Lern- und Veränderungsprozesse zu identifizieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gewaltpräventionsberatung Täterarbeit Transformatives Lernen Jack Mezirow Männergewalt Österreich Gewaltprävention Täter Lernprozess Widerstand
Autor*innen
Valentina Theresa Seidl
Haupttitel (Deutsch)
Wer schlägt, der geht (lernen)!
Hauptuntertitel (Deutsch)
transformatives Lernen im Kontext der verpflichtenden Gewaltpräventionsberatung in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
Those who batter, must go (learn)!
Paralleluntertitel (Englisch)
transformative learning in the context of mandatory violence prevention counseling in Austria
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michaela Krenceyová
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC17779661
Utheses ID
79219
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1