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Mitsprache ohne Stimme?
Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation von Tieren in der Wiener Klimapolitik
Karin Kaineder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Franziska Müller
DOI
10.25365/thesis.80677
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27699.60161.833431-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit wurden Möglichkeiten der Partizipation von Tieren in der Klimapolitik analysiert. Die Klimakrise als komplexe Herausforderung braucht einen breiten Blick auf Gesellschaften und Politik. Tiere als unsichtbare Akteur:innen werden jedoch in der Klimapolitik, trotz ihrer Betroffenheit, nicht oder nur selten geachtet. Darum wurden in dieser Forschung sowohl die Hintergründe der Partizipation von unsichtbaren Akteur:innen beleuchtet, bereits erforschte Methoden der Partizipation aufgezeigt und schlussendlich in einer thematischen Analyse nach Braun und Clarke Klimapläne der Stadt Wien auf mögliche Anknüpfungspunkte und Lücken in der Beteiligung von Tieren untersucht. Als analytischer Rahmen dient die partizipative Regierungsführung, die strukturelle Möglichkeiten zeigt, um Partizipation in politischen Prozessen zu verankern. Die weitere Betrachtung der Mensch-Tier-Beziehung zeigt außerdem, in welchen Kontexten sich bereits Überschneidungen und partizipative Prozesse von Tieren in menschenzentrierten Strukturen finden lassen. Aus der Analyse wurde deutlich, dass die Wiener Klimapläne Tiere nur sehr eingeschränkt berücksichtigen und deren Betroffenheit unsichtbar bleibt. Besonders deutlich werden ideologische Barrieren, die eine mögliche Partizipation von Tieren erschweren. Gleichzeitig wurden jedoch auch Anknüpfungspunkte, besonders in den Bereichen der Lokalisierung, Digitalisierung, Innovation und Empowerment gefunden. Mögliche Experimentierräume und der Einsatz von Expert:innen könnten erste Potentiale dafür darstellen. Neben der Nutzung dieser Potentiale plädiert diese Arbeit auf Basis der Ergebnisse dafür, nicht nur einzelne projektbasierte Experimente und Versuche zu starten. Wichtig ist sowohl bei den Klimaplänen als auch bei der Theorie der partizipativen Regierungsführung, eine Erweiterung um die Perspektive von unsichtbaren Akteur:innen durch eine grundsätzliche Anerkennung deren Handlungsfähigkeit. Nur dadurch kann eine langfristige Beteiligung von Tieren sowie eine zukunftsfähige Klimapolitik gesichert werden.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis analyzed opportunities for animal participation in climate politics. The climate crisis is a complex challenge that requires a broad view of societies and politics. However, animals as invisible actors are rarely or never taken into account in climate policy, despite the fact that they are affected by it. Therefore, this research examined the background of the participation of invisible actors, highlighted previously researched methods of participation, and finally used a thematic analysis according to Braun and Clarke to examine the climate plans of the city of Vienna for possible opportunities and gaps in the participation of animals. As an analytic frame, the theory of participatory governance shows structural possibilities for anchoring participation in political processes. Through further consideration of the human-animal-relationship, already existing contact points between participatory processes and animals in human-centered structures could be found. The analysis made it clear that Vienna's climate plans take animals into account only to a very limited extent and that the impact the climate crisis has on them remains invisible. Ideological barriers that hinder the possible participation of animals are particularly evident. At the same time, however, points of contact were also found, particularly in the areas of localization, digitalization, innovation, and empowerment. Possible experimental spaces and the use of experts could represent initial potential for this. In addition to using these initial potentials, based on the results, this work argues for more than just launching individual project-based experiments. It is important, both for climate plans and for the theory of participatory governance, to expand the frame of participation and to include invisible actors by fundamentally recognizing their capacity to act. Only in this way can the long-term participation of animals and a future oriented climate policy be ensured.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Mensch-Tier-Beziehung Partizipation Wiener Klimapolitik partizipative Regierungsführung unsichtbare Akteur:innen
Autor*innen
Karin Kaineder
Haupttitel (Deutsch)
Mitsprache ohne Stimme?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation von Tieren in der Wiener Klimapolitik
Paralleltitel (Englisch)
Participation without a voice?
Paralleluntertitel (Englisch)
opportunities and limitations of animal participation in Vienna's climate policy
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
155 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franziska Müller
AC Nummer
AC17818855
Utheses ID
79221
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
