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Elite journals, elite authors?
investigating the relationship between journal prestige and author affiliations in the field of strategic management
Jessica Beer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Steffen Keck
DOI
10.25365/thesis.81117
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27753.48862.299310-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Prestige spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung akademischer Karrieren sowie beim Zugang zu Ressourcen und der Verbreitung wissenschaftlicher Ideen. In den Bereichen Strategisches Management und Organisationsforschung zählen das Academy of Management Journal (AMJ), das Strategic Management Journal (SMJ) und Organization Science (OS) zu den elitären Fachzeitschriften, die Forschungsstandards definieren. Bis jetzt ist noch unklar, ob diese Journals ihren Elite-Status nur hinsichtlich des wahrgenommenen Prestiges erlangt haben oder ob sie auch durch ihre Elite-Autor*innen bestehen. Diese Studie untersucht, inwieweit Elite-Autor*innen in renommierten Fachzeitschriften publizieren. Sie konzentriert sich dabei auf zwei sich ergänzende Indikatoren für die akademische Elite: (i) den individuellen wissenschaftlichen Einfluss, der hier anhand des h-Index gemessen wird, und (ii) das institutionelle Prestige, das anhand der Zugehörigkeit der Autor*innen zu Eliteuniversitäten über Rankings ermittelt wird. Bei den Rankings handelt es sich um das Times Higher Education (THE) und das QS World University Ranking (QS) 2024 im Bereich Wirtschaft und Management. Ein umfassender Datensatz auf Autor*innenebene mit 632 Wissenschaftler*innen, die 2020 im AMJ, SMJ oder OS veröffentlicht haben, sowie eine erweiterte Teilstichprobe von 107 Autor*innen für tiefergehende Analysen. Die Studie testet zwei Hypothesen: dass (H1) Elite-Zeitschriften überproportional viele Autor*innen aus Spitzenuniversitäten veröffentlichen und dass (H2) Autor*innen mit höherem individuellem wissenschaftlichem Einfluss eher in diesen Zeitschriften erscheinen. Die deskriptive Analyse und das Ranking-Matching-Verfahren deuten hierbei auf eine erhöhte Konzentration von Elite-Institutionen sowie auf eine ungleiche globale Vertretung hin. Mehr als ein Drittel der Autor*innen konnten mit Universitäten in Verbindung gesetzt werden, die in den THE- und QS-Rankings für Wirtschaft und Management unter den Top 100 rangieren, wobei AMJ den höchsten Anteil an Elite-Affiliationen aufweist. Die Vereinigten Staaten dominierten hierbei sowohl die Analyse der Publikationszugehörigkeiten (Universitäten, mit denen die Autor*innen im Jahr 2020 in einem der drei Journals publiziert haben) als auch die Analyse der Universitäten, bei denen die Autor*innen ihre Doktorgrade erworben haben. Zeitgleich waren die Vereinigten Staaten in der Stichprobe stark überrepräsentiert, was die anhaltende zentrale Bedeutung nordamerikanischer Institutionen weiter unterstreicht. Die H-Index-Verteilungen spiegeln ebenfalls eine starke Heterogenität wider. Während die meisten Autor*innen als Forscher*innen offenbar eher in der Mitte ihrer Karriere (11–20 Jahre Erfahrung seit der Promotion) mit moderater Zitierhäufigkeit gruppiert sind, weist jede Zeitschrift auch eine kleine Anzahl vielzitierter Wissenschaftler*innen auf, deren H-Index den Gesamtdurchschnitt nach oben verschiebt. Die erweiterte PhD-Teilstichprobe zeigt eine noch stärkere Konzentration der Elite, bei der die Mehrheit der Autor*innen ihren Doktortitel an Spitzenuniversitäten erworben hat. Zusammengenommen deuten diese deskriptiven Muster auf ein strukturell verzerrtes Feld hin, in dem die Elite-Institutionen weiterhin die Autor*innenschaft in elitären Fachzeitschriften prägen. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen zum Verständnis der Prestigedynamik im Bereich des strategischen Managements bei, indem sie verdeutlichen, wie der Status einer Zeitschrift, die institutionelle Zugehörigkeit von Autor*innen sowie deren individueller Status miteinander verbunden sind. Während die deskriptiven Ergebnisse auf eine starke Konzentration an Eliteeinrichtungen hindeuten, zeigen die Regressionsanalysen ein differenzierteres Muster. Weder das Prestige der Doktoratsinstitution der Autor*innen noch das Prestige der Institution, mit der die Autor*innen im Jahr 2020 in einem der drei Journals publiziert haben (gemessen durch die beiden Rankings THE und QS), können den H-Index der Autor*innen signifikant voraussagen. Dahingegen geht die Anzahl der Jahre seit dem Erwerb des Doktortitels als einziger robuster Prädiktor für den wissenschaftlichen Einfluss hervor. Darüber hinaus zeigt sich der einzige signifikante Effekt des institutionellen Rangs im erweiterten Modell. Überraschenderweise gehen diese Erkenntnisse in die entgegengesetzte Richtung, wobei niedriger eingestufte Institutionen teilweise mit höheren H-Index-Werten assoziiert sind. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass elitäre Fachjournale zwar meist Autor*innen von renommierten Universitäten anziehen, ein messbarer Forschungsimpact jedoch nicht strukturell an das Prestige der Institution gebunden ist. Dies unterstreicht, dass es teilweise eine Diskrepanz zwischen der Selektivität von Journals und dem wissenschaftlichen Einfluss geben könnte.
Abstract
(Englisch)
Prestige plays a central role in the development of academic careers as well as access to resources and the distribution of scientific ideas. In strategic management and organization studies, the Academy of Management Journal (AMJ), Strategic Management Journal (SMJ), and Organization Science (OS) operate as elite journals that define research standards and signal scientific excellence. Yet it remains unclear whether these outlets are characterized not only by elite status in terms of perceived prestige but also by elite authorship. This study investigates the extent to which prestigious journals feature elite authors. It focuses on two complementary indicators of academic eliteness: (i) individual scientific impact, which is measured via the h-index, and (ii) institutional prestige, which is captured through the authors’ primary affiliations and their PhD-granting institutions benchmarked against the two rankings. The two rankings in question are the 2024 Times Higher Education (THE) and QS World University Ranking (QS) in Business & Management. A comprehensive author-level dataset of 632 scholars who published in AMJ, SMJ, or OS in 2020 was used taken from the Scopus database, as well as an extended subsample of 107 authors for in depth analyses, the study tests two hypotheses: that (H1) elite journals disproportionately feature authors affiliated with top-ranked universities, and (H2) authors with higher individual scientific impact are more likely to appear in these journals. The Descriptive analysis and ranking-matching procedures point towards an extended concentration of elite institutional affiliations and an uneven global representation. More than one-third of authors were affiliated with universities ranked in the top 100 of the THE and QS Business & Management rankings, with AMJ showing the highest share of elite affiliations. The United States seemingly dominated both the publication affiliations and the PhD origins analysis while also being largely overrepresented in the sample, further emphasizing the persistent centrality of North American institutions. H-index distributions further reflect strong heterogeneity. While most authors seem to be clustered as mid-career researchers (11-20 years of experience since PHD) with moderate citation impact, each journal also features a small number of highly cited scholars whose H-index shifts the overall average upward. The extended PhD subsample shows an even stronger elite concentration, where a majority of authors have earned doctorates from top-ranked institutions. When combining these findings, these descriptive patterns tend to point to a structurally skewed field in which elite institutional pipelines and established regional centers continue to shape authorship in premium journals. The findings contribute to the understanding of prestige dynamics in strategic management by clarifying how journal status, institutional affiliation, and individual impact are all linked together. While the descriptive results suggest a strong elite institutional concentration, the regression analyses reveal a more nuanced pattern. Neither PhD-institution prestige nor publishing-institution prestige significantly predicts authors’ H-index, whereas the number of years since the PhD is held emerges as the only robust predictor of scientific impact. Moreover, the only significant effect of institutional rank appears in the extended model. Unexpectedly, these points go in the opposite direction, with lower-ranked institutions sometimes associated with higher H-index values. These results indicate that although elite journals mostly seem to attract authors from prestigious universities, a measurable research impact is not structurally tied to institutional prestige. This highlights that there might be a partial misalignment between journal selectivity and scholarly influence.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Journalprestige Institutionelle Zugehörigkeit von Autor:innen Eliteuniversitäten Prestigedynamiken
Schlagwörter
(Englisch)
Journal Prestige Author Affiliation Elite Institutions Academic Stratification
Autor*innen
Jessica Beer
Haupttitel (Englisch)
Elite journals, elite authors?
Hauptuntertitel (Englisch)
investigating the relationship between journal prestige and author affiliations in the field of strategic management
Paralleltitel (Deutsch)
Elite Journale, Elite Autor:innen?
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Journalprestige und institutioneller Autorenzugehörigkeit im Bereich des strategischen Managements
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Steffen Keck
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.99 Betriebswirtschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17888725
Utheses ID
79234
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
