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Epistemologien um 1968
Kritik und Praxis in den angewandten Sozialwissenschaften
Luise Meck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Epistemologies of Science and Technology (EST)
Betreuer*in
Nils Robert Güttler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80579
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28563.48566.367176-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wird auf der Basis einer historischen Diskursanalyse die Geschichte politischer Epistemologien beleuchtet, die in den Sozialwissenschaften unter dem Schlagwort der Wirksamkeit verhandelt wurden. Dabei werden die Wechselwirkungen und Debatten um die demokratisierende, politische Wirkung sozialwissenschaftlichen Wissens und der sozialen und politischen Bewegung in Westdeutschland nach dem Aufkommen der Studentenbewegung um 1968 ausgelotet. Mit dem Anfang der 1950er Jahre neu gegründeten Institut für Sozialforschung und seinem Repräsentanten Theodor W. Adorno wurde eine Sozialwissenschaft gegründet, die die Demokratisierung der Nachkriegsgesellschaft voranbringen und ins Bewusstsein der Studierenden hineinwirken sollte, was sich auch in seinen didaktischen Prinzipien widerspiegelt. Als Idol und Vordenker der Studentenbewegung verteidigte Adorno dieses Prinzip vor Kritiker*innen aus der Bewegung und kritisierte deren Aktionismus vor großen Radio- und Fernsehöffentlichkeiten. In den 1970ern gewannen die Aktionsforschung und die Partizipationsforschung im Bereich der Stadtplanung an Bedeutung, die die Grenze zwischen der Sozialwissenschaft und den Beforschten aufheben und direkt im Anwendungskontext wirken sollte. Claus Offe prägte Begriffe und Strategien, die während der geplanten Stadtsanierung in Berlin-Kreuzberg sowohl in sozialwissenschaftlichen, empirischen Studien zu Partizipation und Bürger*innebeteiligung als auch in Kontexten antiautoritärer Selbstorganisation, etwa in Stadtteilgruppen, die sich gegen die Sanierung formierten, zur Anwendung kamen. In den 1980er Jahren rückte der Alltag sowohl im Alternativmilieu als auch in den Sozialwissenschaften ins Zentrum, was im Kursbuch, einer Zeitschrift, die zwischen dem Alternativmilieu und den Geistes- und Sozialwissenschaften operiert und ein Sprachrohr der emanzipatorischen Bewegungen in der BRD darstellt, zum Thema wurde. Dabei kommt es zu einer ‚Versozialwissenschaftlichung‘ des Alltags; gleichzeitig wird empirisches, anwendbares Wissen sozial aufgewertet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sozialwissenschaften Kritische Theorie Partizipationsforschung Verwendungsforschung Aktionsforschung Kritik Stadtplanung Institut für Sozialforschung Studentenbewegung Alternativbewegung Epistemologie Politische Epistemologie Soziologie Geschichte Theorie und Praxis
Autor*innen
Luise Meck
Haupttitel (Deutsch)
Epistemologien um 1968
Hauptuntertitel (Deutsch)
Kritik und Praxis in den angewandten Sozialwissenschaften
Paralleltitel (Englisch)
Epistemologies around 1968
Paralleluntertitel (Englisch)
criticism and practice in applied social sciences
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
80 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Nils Robert Güttler
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC17796606
Utheses ID
79238
Studienkennzahl
UA | 066 | 944 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1