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The women's liberation movement in 1970s Japan
a critical analysis of transnational feminist debates between Japan and the United States
Julia Walch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Martina Kaller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80327
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31173.47188.323487-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die japanische Frauenbefreiungsbewegung der 1970er Jahre, auch genannt uman ribu, im breiteren Rahmen internationaler feministischer Debatten, mit besonderem Fokus auf ihre Verbindung und Distanz zum US-amerikanischen Feminismus. Als Studie wird eine kritische historische Textanalyse auf Vorlage von Achim Landwehr verwendet, um Beiträge von fünf repräsentativen Aktivist*innen – Fusae Ichikawa, Sumiko Tanaka, Mitsu Tanaka, Misako Enoki und Michimi Amano – zur Entwicklung der Bewegung zu untersuchen. Die Analyse zielt darauf hinzubeantworten, wie Fragen des Geschlechts, des Körpers, der politischen Strategie und des transnationalen Engagements zur Entwicklung der Bewegung beigetragen haben. Die Analyse zeigt, dass der Einfluss der USA, insbesondere während der Besetzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg und durch die Verbreitung feministischer Literatur, zwar unbestreitbar bedeutend war, japanische Feministinnen jedoch nicht einfach ausländische Modelle übernahmen. Stattdessen wurde sich mit einer kritischen Neuinterpretation und Anpassung internationaler Konzepte beschäftigt, welche an die eigenen kulturellen, politischen und sozialen Kontexte angepasst wurden. Mehrere Aktivist*innen, darunter Ichikawa und Sumiko Tanaka, verfolgten die Strategie, sich direkt in globale Netzwerke einzubringen. Gleichzeitig betonten radikalere Feminist*innen Amano und Mitsu Tanaka die Unabhängigkeit und lokal verwurzelte Formen des Widerstands. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die japanische Frauenfreiheitsbewegung weder vollständig abgeleitet noch völlig autonom war, sondern vielmehr eine hybride Formation darstellte: global vernetzt und doch, eindeutig, einzigartig japanisch. Die Bewegung ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der japanischen Frauen und veranschaulicht die Ungleichmäßigkeit feministischer Kämpfe, die Vielfalt feministischer Stimmen und die fortwährende Auseinandersetzung zwischen internationalem Einfluss und lokaler Handlungsfähigkeit.
Abstract
(Englisch)
This thesis investigates the Japanese Women’s Liberation Movement of the 1970s, uman ribu, within the broader framework of international feminist debates, with a particular focus on its entanglement with and distance from US feminism. This study utilizes a critical historical text analysis to examine the contributions of five representative activists – Fusae Ichikawa, Sumiko Tanaka, Mitsu Tanaka, Misako Enoki, and Michimi Amano – to the development of the movement. The analysis explores how questions of gender, the body, political strategy, and transnational engagement contributed to the movement’s evolution. The analysis demonstrates that while US influence, especially during the postwar occupation and through the circulation of feminist literature, was undeniably significant, Japanese feminists did not simply adopt foreign models. Instead, they engaged in a critical reinterpretation and adaptation of international concepts, aligning them with their own cultural, political, and social contexts. Several activists, including Ichikawa and Sumiko Tanaka, have adopted a strategy of establishing direct involvement within the context of global networks. Concurrently, more radical feminists, including Amano and Mitsu Tanaka, emphasized independence and locally rooted forms of resistance. The findings suggest that the Japanese Women’s Liberation Movement was neither fully derivative nor entirely autonomous but rather a hybrid formation: globally connected yet distinctly Japanese. The movement stands as a crucial marker in Japanese women’s history, illustrating the unevenness of feminist struggles, the multiplicity of feminist voices, and the ongoing negotiation between international influence and local agency.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Japan Feminismus Frauengeschichte Frauenbewegung Frauenfreiheitsbewegung Ichikawa Fusae Sumiko Tanaka Michimi Amano Enoki Misako Mitsu Tanaka Globalgeschichte
Schlagwörter
(Englisch)
Japan Women's Movement Women's Liberation Movement Feminism Second Wave Global History
Autor*innen
Julia Walch
Haupttitel (Englisch)
The women's liberation movement in 1970s Japan
Hauptuntertitel (Englisch)
a critical analysis of transnational feminist debates between Japan and the United States
Publikationsjahr
2025
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustration
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Martina Kaller
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.80 Japan ,
71 Soziologie > 71.11 Gesellschaft
AC Nummer
AC17780647
Utheses ID
79249
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
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