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Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden
eine Untersuchung der Kinder- und Jugendpartizipation in der Wiener Stadtplanung
Monika Dockner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung Unterrichtsfach Mathematik
Betreuer*in
Lucas Barning
DOI
10.25365/thesis.80726
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12344.65673.388228-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie die Beteiligung junger Menschen an stadtplanerischen Entscheidungsprozessen in Wien derzeit gestaltet ist und welche Qualität diese Beteiligung aufweist. Ausgangspunkt sind aktuelle Entwicklungen in der Stadtentwicklung, etwa zunehmende Kommerzialisierung, Privatisierung und der Vorrang des motorisierten Individualverkehrs. Dabei wird die eigenständige Raumnutzung von Kindern und Jugendlichen eingeschränkt und ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Partizipation wird als ein zentrales Element kinder- und jugendgerechter Stadtentwicklung verstanden. Trotz einer zunehmenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendpartizipation und einer Vielzahl theoretischer Modelle zeigt sich in der Praxis jedoch weiterhin eine deutliche Umsetzungslücke. Die Daten legen nahe, dass dies unter anderem damit zusammenhängt, dass qualitätsvole Beteiligung ein anspruchsvoller und ressourcenintensiver Prozess ist. Partizipative Initiativen benötigen klare Ziele, eine bewusste Auswahl und Anpassung von Methoden, systematische Evaluationsschritte sowie verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, besteht das Risiko, dass Beteiligungsformate nur symbolischen Charakter erhalten, bestimmte Gruppen ausschließen oder Frustration bei jungen Menschen erzeugen. Empirisch richtet die Arbeit den Blick auf Partizipationsmöglichkeiten in Wien und untersucht exemplarisch die Kinder- und Jugendparlamente. Die Auswertung der Interviews deutet darauf hin, dass dieses Format eine relevante Zahl von Kindern und Jugendlichen erreicht und durch die Möglichkeit der freien Themenwahl wirkliche Einflusschancen auf den öffentlichen Raum eröffnet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass in Wien ein deutliches Bekenntnis zur Förderung von Kinder- und Jugendpartizipation besteht und diese auf normativer Ebene bereits gut verankert ist. Zugleich zeigen die Ergebnisse, dass bestehende Beteiligungsformate weiterentwickelt werden müssen, um Kinder und Jugendliche breiter, inklusiver und langfristig wirksam in die Stadtplanung einzubeziehen.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines how the participation of young people in urban planning decision-making processes in Vienna is currently organised and what quality this participation exhibits. It is situated against the backdrop of recent trends in urban development, such as increasing commercialization, privatization and the predominance of motorized individual transport, which restrict children’s and adolescents’ independent use of urban space and negatively affect their quality of life. Participation is understood as a key element of child- and youth-friendly urban development. Despite growing academic engagement with child and youth participation and the existence of numerous theoretical models, a clear implementation gap remains in practice. The data suggest that this is partly due to the fact that meaningful participation is a demanding and resource-intensive process. Participatory initiatives require clearly defined goals, a careful selection and adaptation of methods, systematic evaluation procedures and binding legal frameworks. If these conditions are not met, there is a risk that participatory formats remain merely symbolic, exclude certain groups or generate frustration among young people. Empirically, the thesis focuses on participation opportunities in Vienna and examines, as an illustrative case, the child and youth parliaments. The analysis of the interviews indicates that this format reaches a relevant number of children and adolescents and, by allowing them to choose topics freely, offers genuine opportunities to influence the public realm. Overall, the findings suggest that there is a strong commitment in Vienna to promoting child and youth participation and that this is already well anchored at the normative level. At the same time, the results show that existing participatory formats need to be further developed in order to involve children and young people more broadly, more inclusively and in a more sustainable way in urban planning.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kinder- und Jugendpartizipation Beteiligung Wien Stadtplanung
Autor*innen
Monika Dockner
Haupttitel (Deutsch)
Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung der Kinder- und Jugendpartizipation in der Wiener Stadtplanung
Paralleltitel (Englisch)
Participate, contribute, decide
Paralleluntertitel (Englisch)
an investigation into child and youth participation in Vienna's urban planning
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lucas Barning
Klassifikation
74 Geographie > 74.72 Stadtplanung. kommunale Planung
AC Nummer
AC17823180
Utheses ID
79261
Studienkennzahl
UA | 199 | 510 | 520 | 02
