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Kein Bock auf Chemie!?
eine Ursachenforschung zu der negativen Konnotation des Chemieunterrichts in der Sek. I
Anna-Christine Schebesta
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Chemie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Chemie
Betreuer*in
Michael Alfred Anton
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80502
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14149.05308.289072-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gespräche mit Schulabsolvent*innen unterschiedlichen Alters zeigen immer wieder, dass der Chemieunterricht für viele nicht zu den beliebtesten Fächern zählte. Auch die Fachliteratur bestätigt das: Beispielsweise ist in Neubauer von dem „beklagenswerten schlechten Ruf der Chemie“ zu lesen (Neubauer, 2017, S. 9). Bräu spricht sogar von einer „Chemiephobie“ und behauptet, dass „der Grundstein zur Angst vor der Chemie und den Naturwissenschaften bereits in jungen Jahren gelegt wird“ (Bräu, 2008, S. 186). Aus diesem Grund stellt diese Masterarbeit mit dem Titel „Kein Bock auf Chemie!?: Eine Ursachenforschung zu der negativen Konnotation des Chemieunterrichts in der Sek. I“ folgende Hypothese auf: „Chemieunterricht erfreut sich aufgrund von Abstraktionsschwierigkeiten sowie Unsicherheiten beim Experimentieren nicht immer großer Beliebtheit und kann sogar Angst hervorrufen. Um dem entgegenzuwirken ist ein Identifizieren der Problemherde notwendig.“ Mit einer umfassenden anonymen digitalen Befragung von über 100 Schüler*innen in Niederösterreich und Wien zu ihrem Einstiegschemieunterricht in der 4. Klasse (8. Schulstufe), wird die Hypothese explorativ beforscht und die Leitfrage „Woher kommt der schlechte Ruf des Unterrichtsfachs Chemie?“ beantwortet. Neben vielen interessanten Einblicken unter anderem zur Motivationslage, der Verständnisfrage und Sozialformen im Chemieunterricht, bestätigt das Ergebnis jedoch vor allem einen bereits oft validierten „Problemherd“ oder – euphemistisch formuliert – Einflussfaktor: Die Lehrperson. Mit der Auswertung des Schüler*innenfeedbacks und Überlegungen zum Handlungsspielraum von Lehrpersonen möchte diese Arbeit somit dazu beitragen, Lehrende und Forschende dabei zu unterstützen, das Verständnis der Schüler*innenwahrnehmung des Chemieunterrichts zu verbessern und damit ein angenehmeres Miteinander zu stärken sowie das Ansehen dieser faszinierenden Wissenschaft zu fördern, die dieses zweifellos verdient. Abschließend darf jedoch vermutet werden, dass der Chemieunterricht in der heutigen Jugend eher selten „Albtraum-Material“ birgt und der schlechte Ruf vielleicht einer älteren Generation angehört. Dies erlaubt einen hoffnungsvollen – wenn auch selbstkritischen – Blick nach vorn!
Abstract
(Englisch)
Conversations with school graduates of different ages repeatedly show that chemistry lessons were not among the most popular subjects for many of them. Academic literature confirms this observation as well. Neubauer, for instance, refers to the “strikingly poor reputation of chemistry” (Neubauer, 2017, p.9). Bräu goes even further, speaking of a “chemophobia” and claiming that “the foundation for fear of chemistry and science is laid at a very young age” (Bräu, 2008, p. 186). For this reason, this master’s thesis titled “Not Into Chemistry!?: An Investigation into the Causes of the Negative Connotation of Chemistry Education in Lower Secondary School” proposes the following hypothesis: “Due to difficulties with abstraction and insecurity in experimental practice, chemistry classes are not always very popular and may even cause fear. In order to counteract this, it is necessary to identify the underlying problem areas.” This hypothesis is explored through a comprehensive anonymous digital survey of more than 100 students in Lower Austria and Vienna focusing on their introductory chemistry lessons in grade 8 (fourth year of lower secondary education). The study aims to answer the guiding research question: “Where does the poor reputation of chemistry as a school subject originate?”. In addition to providing many interesting insights – among others into student motivation, issues of understanding, and social learning formats in chemistry classes – the results primarily confirm a frequently validated “problem area” or, more euphemistically, an influencing factor: the teacher. By analysing student feedback and reflecting on the teachers’ range of action, this thesis seeks to contribute to supporting educators and researchers in improving their understanding of students’ perceptions of chemistry education. In doing so, it aims to foster a more positive learning environment and to enhance the reputation of this fascinating science, which undoubtedly deserves it. In conclusion, however, it appears that chemistry lessons are less frequently perceived as “nightmare material” by today’s youth and that the subject’s poor reputation may belong more to an older generation. This allows for a hopeful – yet self-critical – outlook on the future!

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Chemiedidaktik Sekundarstufe 1 Angst Motivation Lehrer*innenbildung Lehrenden-Lernenden-Beziehung Lehrer*innengesundheit Chemie Chemieunterricht chemische Experimente Schule Handlungsspielräume Schüler*inneneinstellungen Gefühle Umfrage Schüler*innenfeedback Einstellungen zum Unterricht Schulunlust Schulangst
Schlagwörter
(Englisch)
chemistry education chemistry motivation fear chemical experiments chemistry lessons teacher health teacher education teacher–student relationship secondary school emotions survey
Autor*innen
Anna-Christine Schebesta
Haupttitel (Deutsch)
Kein Bock auf Chemie!?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Ursachenforschung zu der negativen Konnotation des Chemieunterrichts in der Sek. I
Paralleltitel (Englisch)
Not into chemistry!?
Paralleluntertitel (Englisch)
an investigation into the causes of the negative connotation of chemistry education in lower secondary school
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Alfred Anton
Klassifikationen
35 Chemie > 35.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
80 Pädagogik > 80.03 Methoden und Techniken der Pädagogik ,
81 Bildungswesen > 81.05 Bildungsforschung
AC Nummer
AC17792076
Utheses ID
79280
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 504 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1