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Selbst- und Fremdbild maghrebinischer Jugendlicher in der französischen Banlieue
mit dem Versuch einer Thematisierung im Fremdsprachenunterricht
Stephanie Hufnagl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Cichon
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30034.27372.614562-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der vorliegende Text ist in vier Teile gegliedert, wobei die ersten drei eine theoretische Aufarbeitung der Thematik und der vierte eine praktische Umsetzung dieser in Form eines Unterrichtsprojektes darstellen. Im ersten Teil wird auf das Phänomen der Migration im Allgemeinen und die maghrebinische Immigration nach Frankreich eingegangen, um ein besseres Verständnis der Entwicklung der Situation in Frankreich lebender maghrebinischer Immigranten und ihrer Kinder zu ermöglichen. Darauf folgt eine Erklärung der Etymologie des Begriffes „Beur“ sowie seiner Entwicklung in der französischen Gesellschaft. Er manifestierte sich im öffentlichen Sprachgebrauch für die Benennung der bereits in Frankreich geborenen Kinder maghrebinischer Immigranten. In diesem Zusammenhang wird u.a. auf die allgemeine Schwierigkeit, eine geeignete Bezeichnung für diese Bevölkerungsgruppe zu finden, eingegangen. Im zweiten Kapitel erfolgt zuerst eine Auseinandersetzung mit dem Thema Adoleszenz sowie die Erläuterung dreier Theorien aus der Psychoanalyse, da mir eine allgemeine Behandlung der Veränderungsprozesse in dieser Entwicklungsphase des Menschen für das Verständnis der Situation der betroffenen Jugendlichen wichtig erscheint. Im Anschluss daran erfolgt eine Diskussion des Begriffes „Identität“, wobei im Speziellen auf das Problem der Identitätsfindung in Frankreich lebender maghrebinischer Jugendlicher eingegangen wird. Hierbei wird u.a. deren eigentümliches Sprachverhalten, welches als Kennzeichen ihrer kollektiven Identität gesehen werden könnte, thematisiert. In diesem Kapitel stehen die Phänomene „Jugendsprache“ und „Verlan“ im Zentrum des Interesses. Der dritte Teil bildet den Hauptteil der vorliegenden Arbeit. Anhand der Behandlung der Person und eines Romans des Politikers und Schriftstellers Azouz Begag, welcher als berühmter Vertreter der „génération beur“ angesehen werden kann, wird die Lebensrealität der maghrebinischen Bevölkerung in Frankreich Schritt für Schritt erläutert. Es wird hierbei auf zentrale Themen im Leben der Hauptfigur des Romans „Le gone du Chaâba“ wie Wohnverhältnisse, familiäres Umfeld und Schule eingegangen, worauf dann eine Auseinandersetzung mit den realen Gegebenheiten folgt. Im vierten und letzten Teil wird das von mir an einem Gmundner Gymnasium durchgeführte Unterrichtsprojekt „étrange étranger“ vorgestellt, welches den Versuch einer didaktischen Aufbereitung dieser Thematik im Französisch-Unterricht der AHS darstellt. Ich gehe hierbei zuerst auf das dem Projekt zugrundeliegende Unterrichtskonzept sowie auf die von mir gewählten didaktischen Methoden ein. Im Anschluss daran folgt eine Beschreibung des Ablaufes und eine eigene Synthese, in der die Leistungen und möglichen Schwachstellen des Projektes reflektiert werden. Um dem Leser einen Einblick in das von mir verwendete Unterrichtsmaterial sowie die Arbeiten der Schüler/innen zu gewähren, wird im Anhang ein Exemplar einer vollständigen Projektmappe eines/r Schüler/in bereitgestellt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Maghrebinische Immigration in Frankreich zweite Generation Adoleszenz Identität Azouz Begag didaktisches Konzept
Autor*innen
Stephanie Hufnagl
Haupttitel (Deutsch)
Selbst- und Fremdbild maghrebinischer Jugendlicher in der französischen Banlieue
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit dem Versuch einer Thematisierung im Fremdsprachenunterricht
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
159 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Cichon
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08046872
Utheses ID
7929
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1