Detailansicht

Sprachen und Sprachenpolitik in Panama
Status, Prestige und kommunikativer Wert in einer mehrsprachigen Gesellschaft am Beispiel des Kuna, des Englischen und der chinesischen Sprachen
Maria Seidl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Georg Kremnitz
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.8797
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29450.94015.337759-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Panama als Isthmus zwischen den beiden Amerikas stellt in jeder Hinsicht ein besonderes Land dar. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der sprachlichen Vielfalt dieses kleinen Landes und konzentriert sich dabei auf drei Sprachen bzw. Sprachgruppen: das Englische, die amerindischen Sprachen, insbesondere das Kuna, und die Sprachen der chinesischen Einwanderer. Diese wurden in Hinblick auf ihren Status, ihr Prestige und ihren kommunikativen Wert genauer untersucht. Das Verhältnis des Staates zu den jeweiligen Sprachen und der Umgang damit, der sich auch im Umgang mit den Sprechern selbst reflektiert, sowie die Einstellungen der Sprecher zu ihrer Sprache standen in der vorliegenden Arbeit im Mittelpunkt der Betrachtungen. Aufgrund der verwobenen Geschichte Panamas mit den USA spielte das Englische immer schon eine große Rolle mit oft widersprüchlichen Einstellungen ge-genüber dieser Sprache, die eng mit den Eingriffen der Vereinigten Staaten in die Souveränität Panamas, vor allem während des Bestehens der Kanalzone, zusammenhingen. Aufgrund der Vormachtstellung der USA und der Durchsetzung des Englischen als internationale Kommunikationssprache genießt es heute ein äußerst hohes Prestige, das sich im Status dieser Sprache widerspiegelt, da sie u.a. in der Gesetzgebung als Pflichtfach ab der ersten Schulstufe abgesichert ist. Das Mandarin konnte in seiner Funktion als zunehmend wichtige Wirtschaftssprache an Prestige gewinnen. Auch erste Versuche diese in der Gesetzgebung zu verankern, wurden bereits unternommen. Die indigenen Sprachen stehen im Gegensatz zu den soeben erwähnten eher schlecht da. Die noch immer bestehende Diskriminierung gegenüber den indigenen Völkern führt oft zur Aufgabe der autochthonen Sprachen und zu geringem Prestige. Programme wie die Educación Bilingüe Intercultural werden nur zögerlich durchgeführt und ziehen sich aufgrund von fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen über Jahrzehnte. Panama als plurikultureller und multilingualer Staat mit einer offiziellen Sprache, dem Spanischen, einer Kreolsprache, sieben indigenen Sprachen und zahlreichen Einwanderersprachen bildet einen interessanten Untersuchungsgegenstand, zu dem diese Arbeit aus soziolinguistischer Sichtweise beitragen soll.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Panama Sprachenpolitik Soziolinguistik Kuna Migrantensprache Chinesisch Englisch Status Prestige kommunikativer Wert
Autor*innen
Maria Seidl
Haupttitel (Deutsch)
Sprachen und Sprachenpolitik in Panama
Hauptuntertitel (Deutsch)
Status, Prestige und kommunikativer Wert in einer mehrsprachigen Gesellschaft am Beispiel des Kuna, des Englischen und der chinesischen Sprachen
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
97 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Kremnitz
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik: Sonstiges ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.93 Indianersprachen und -literaturen, Eskimosprachen und -literaturen
AC Nummer
AC08046874
Utheses ID
7930
Studienkennzahl
UA | 236 | 352 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1