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Die Transition von (Ehe-)Partnern in die Rolle pflegender Angehöriger
eine qualitative Interviewstudie
Eva Klinglmair
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pflegewissenschaft
Betreuer*in
Martin Nagl-Cupal
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80366
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15917.77031.283731-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund und Problemstellung: Informelle Pflege erlangt in Österreich durch die steigende Pflegebedürftigkeit der Gesellschaft einen immer zentraleren Stellenwert. Obwohl nach wie vor Frauen den Großteil der Angehörigenpflege übernehmen, steigt der Anteil an Männern. Diese Entwicklung macht es erforderlich, die Erfahrungen und Bedürfnisse von Männern in der informellen Pflege stärker in den Fokus wissenschaftlicher Forschung zu rücken. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für Männer zu bekommen, die informell ihre Partnerin pflegen. Dabei wird besonders die Phase des Übergangs vom (Ehe-)Partner hin zum pflegenden (Ehe-)Partner beleuchtet. Forschungsansatz: Es wurden neun Interviews mit Männern in Pflegeverantwortung geführt. Die Auswertung erfolgte mittels des Kodierverfahrens der Grounded Theory nach Strauss und Corbin. Ergebnisse: Die Transition des (Ehe-)Manns in die Rolle des pflegenden (Ehe-)Manns umfasst mehrere Phasen. Zu Beginn sehen sich die Betroffenen mit neuen Aufgabenbereichen und Herausforderungen konfrontiert. Im Verlauf erlernen die Männer, mit den veränderten Umständen umzugehen und erkennen sich selbst in der finalen Phase als pflegende Angehörige an. Insgesamt kann der Übergangsprozess als Balanceakt zwischen Partner sein und Pfleger sein beschrieben werden. Diskussion: Die Transition in die Rolle des pflegenden Partners zeigt sich als multidimensionaler und emotional herausfordernder Prozess. Die Erfahrungen der Männer verdeutlichen, dass durch die Übernahme von informeller Pflegearbeit eine umfassende Umgestaltung der Beziehung, eine Reorganisation der Lebensführung sowie eine Neuaushandlung der eigenen Rolle vorgenommen werden muss. Zur strukturellen Verbesserung könnte vor allem das 2022 in Österreich etablierte Community Nursing beitragen, das informell Pflegenden einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung bietet. Schlüsselbegriffe: Informelle Pflege, partnerschaftliche Pflege, männliche Angehörigenpflege, Transition in die Pflegerolle
Abstract
(Englisch)
Background: Informal care is becoming increasingly important in Austria due to the growing care needs of the population. Although women still provide most of the informal care, the proportion of men is rising. This development makes it necessary to focus scientific research more strongly on the experiences and needs of men in informal caregiving. Purpose: The aim of this study is to gain a deeper understanding of men who informally care for their partners. Particular attention is given to the transition from being a husband / partner to becoming a caring husband / partner. Research Approach: Nine interviews were conducted with men who had caregiving responsibilities. The data was analyzed using the Grounded Theory coding procedures according to Strauss and Corbin. Results: The transition from husband / partner to caregiving husband / partner comprises several phases. Initially, participants are confronted with new areas of responsibility and challenges. Over time, men learn to cope with the changed circumstances and, in the final phase, come to recognize themselves as informal caregivers. Overall, the transition process can be described as a balancing act between being a partner and being a caregiver. Discussion: The transition into the role of the caregiving partner is a multidimensional and emotionally challenging process. The men’s experiences demonstrate that taking on informal caregiving requires a comprehensive reconfiguration of the relationship, a reorganization of everyday life and a renegotiation of one's own role. Community nursing, which was established in Austria in 2022 could make a significant contribution to improving support, as it offers informal caregivers low-threshold access to assistance. Key words: Informal caregiving, spousal caregiving, male caregivers, transition into care

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Informelle Pflege partnerschaftliche Pflege männliche Angehörigenpflege Transition in die Pflegerolle
Schlagwörter
(Englisch)
Informal caregiving spousal caregiving male caregivers transition into care
Autor*innen
Eva Klinglmair
Haupttitel (Deutsch)
Die Transition von (Ehe-)Partnern in die Rolle pflegender Angehöriger
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Interviewstudie
Paralleltitel (Englisch)
The transition of spouses into informal caregivers
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative interview study
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
98 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Nagl-Cupal
Klassifikation
71 Soziologie > 71.99 Soziologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17782157
Utheses ID
79328
Studienkennzahl
UA | 066 | 330 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1