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Kulturindustrie im digitalen Kulturkapitalismus
eine ideologiekritische Perspektive auf Singularisierung und Digitalisierung
Philip Nils Wiedemann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Soziologie
Betreuer*in
Michael Parzer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80692
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15944.62815.837115-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Obwohl die Digitalisierung Ökonomie, Technik, Kultur sowie unser individuelles Leben maßgeblich transformiert, bleibt die gesellschaftliche Grundlage – der Kapitalismus – grundsätzlich bestehen. Vor allem bestimmen heute kulturelle Güter und ihr Konsum in diesem nicht mehr nur digitalisierten, sondern nun digitalen Kapitalismus. Die vorliegende Masterarbeit führt, ausgehend von diesen Beobachtungen, zunächst die aktuellen Gesellschaftsdiagnosen von Andreas Reckwitz und Philipp Staab zu einem Gesamtbild eines digitalen Kulturkapitalismus zusammen, innerhalb dessen die Technik als eine omnipräsente Kulturmaschine fungiert. Aufbauend auf diesem theoretischen Rahmen wird die Ideologie- und Kulturkritik von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno herangezogen, um Fragen nach einer Ideologie des gegenwärtigen Kapitalismus und seiner kulturindustriellen Bedingungen zu beantworten. Dabei wird unter anderem das Verhältnis von Kritischer Theorie und Praxeologie geklärt und die Kulturkritik der industriellen Moderne auf heutige Gegebenheiten angewendet. Die Zusammenführung jener Ansätze legt nahe, dass sich die umfassende Kulturalisierung als Totalisierung der Kulturindustrie verstehen lässt. In den digitalen, soziotechnischen Umwelten ist ihre Ideologie allgegenwärtig, in der Lebensführung der Menschen wird sie beständig reproduziert.
Abstract
(Englisch)
Although digitalization is significantly transforming the economy, technology, culture, and our individual lives, the fundamental basis of society—capitalism—remains essentially unchanged. Above all, cultural goods and their consumption now dominate this form of not just digitized, but digital capitalism. Based on these observations, this master's thesis first combines the current social diagnoses of Andreas Reckwitz and Philipp Staab to form an overall picture of a Digital-Cultural-Capitalism, within which technology functions as an omnipresent cultural machine. Building on this theoretical framework, the ideological and cultural criticism of Max Horkheimer and Theodor W. Adorno is used to answer questions about the ideology of contemporary capitalism and its cultural-industrial conditions. In doing so, the relationship between critical theory and praxeology is clarified and the cultural criticism of industrial modernity is applied to today's circumstances. The synthesis of these approaches suggests that comprehensive culturalization can be understood as the totalization of the culture industry. Its ideology is omnipresent in digital, socio-technical environments and is constantly reproduced in people's habitus.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kultur Kapitalismus Ideologie Kritische Theorie Praxeologie Ideologiekritik Singularisierung Digitalisierung Digitaler Kapitalismus Gesellschaft der Singularitäten Kulturkapitalismus Kulturindustrie Kulturmaschine
Autor*innen
Philip Nils Wiedemann
Haupttitel (Deutsch)
Kulturindustrie im digitalen Kulturkapitalismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine ideologiekritische Perspektive auf Singularisierung und Digitalisierung
Paralleltitel (Englisch)
The culture industry in digital cultural capitalism
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
113 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Parzer
Klassifikation
71 Soziologie > 71.50 Kultursoziologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17819182
Utheses ID
79329
Studienkennzahl
UA | 066 | 905 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1