Detailansicht
Tracing symbiont distribution in the holobiont
investigating remote host tissues
Alexandra Doskocilova
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Molecular Microbiology, Microbial Ecology and Immunobiology
Betreuer*in
Jillian Petersen
DOI
10.25365/thesis.80265
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19243.58357.861711-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Chemosynthetische Muscheln der Familie Lucinidae beherbergen intrazelluläre schwefeloxidierende Gammaproteobakterien, die die Ernährung des Wirts in nährstoffarmen Meeressedimenten unterstützen. Ursprünglich word angenommen, dass Symbioseinteraktion auf spezialisierte Kiemenbakteriozyten beschränkt ist. Doch neuere Arbeiten deuten darauf hin, dass die Symbionten möglicherweise auch in anderen Wirtsgeweben vorkommen können. In dieser Arbeit werden fünf Muschelrten untersucht: Loripes orbiculatus, Loripinus fragilis, Phacoides pectinatus, Codakia orbicularis (Lucinidae) und Solemya velum (Solemyidae), um zu beurteilen, ob das Vorkommen der Symbionten in verschiedene Geweben aßerhalb der Kiemenbakteriozyten über verschiedene Abstammungslinien hinweg konserviert ist und wie die Übertragungsstrategie die anatomische Lokalisierung beeinflusst. Mit einem integrativen Ansatz, der die Sequenzierung des 16S-rRNA-Gens, die digitale PCR auf wichtige Schwefeloxidationsgene (soxB, dsrC, svrhlE) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) mit stammspezifischen Sonden kombiniert, habe ich das Vorkommen von Symbionten in den Geweben der Kiemen, des Fußes, des Mantels und der viszeralen Masse charakterisiert. Bei allen Luciniden zeigten alle Methoden die Kiemen durchwegs als dominante Nische der Symbionten. Man findet eine hohe Symbiontenhäufigkeit, starke funktionelle Gensignale und dichte intrazelluläre Lokalisierung in den Bakteriozyten. Allerdings zeigten die 16S-Sequenzierung und dPCR auch eine immer wiederkehrende, geringe bis mäßige Präsenz von Symbionten in Fuß-, Mantel- und Viszeralgewebe aller Lucinidenarten. Das FISH-Signal in diesen Geweben war begrenzt, vermutlich aufgrund der geringen Präsenz an bakterieller rRNA, der geringen Zellzahl und der höheren Autofluoreszenz des Gewebes. Zusammen zeigen diese Ergebnisse, dass zwar die Kiemen der zentrale Ort der chemosynthetischen Symbiose bleiben, das Vorkommen von Symbionten in anderen Geweben jedoch ein konserviertes Merkmal, wenn auch in geringeren Mengen, aller Lucinidae ist. Insgesamt stellt diese Arbeit die langjährige Annahme einer strikten Beschränkung der Symbiose auf die Kiemen bei Lucinidae in Frage und liefert neue Erkenntnisse über die anatomische Flexibilität und evolutionäre Vielfalt der chemosynthetischen Symbiosen von Muscheln.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lucinidae Solemyidae schwefeloxidierende Symbionten Chemoautotrophie Symbiontenlokalisierung marine Muscheln Wirt-Mikroben-Interaktionen
Autor*innen
Alexandra Doskocilova
Haupttitel (Englisch)
Tracing symbiont distribution in the holobiont
Hauptuntertitel (Englisch)
investigating remote host tissues
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
74 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jillian Petersen
Klassifikation
42 Biologie > 42.30 Mikrobiologie
AC Nummer
AC17774028
Utheses ID
79368
Studienkennzahl
UA | 066 | 830 | |
