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Quantification for social justice
counting feminicides
Lea Wölfl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Science-Technology-Society
Betreuer*in
Fredy Alberto Mora Gàmez
DOI
10.25365/thesis.80471
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21389.77274.586368-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Österreich verzeichnet im Verhältnis zu seiner kleinen Bevölkerungszahl jedes Jahr eine hohe Zahl weiblicher Mordopfer. Der Begriff ‚Femizid‘ ist jedoch weder definiert noch Gegenstand statistischer Erhebungen der Regierung. In meiner Forschung untersuche ich mehrere Projekte, die sich dafür einsetzen dies zu ändern. Ich wollte verstehen, wie sich die Art und Weise der Datenerhebung auf die endgültige Zahl und auf das vorhandene Wissen über Femizide auswirkt. Ein Teil meiner Analyse befasst sich damit, wie der Begriff definiert wird und welche Einschränkungen die Zählpraktiken haben. Auf der Grundlage von Science and Technology Studies sowie Critical Data Studies zeige ich sowohl Probleme als auch Chancen dieser Daten auf. Die Analyse basiert auf Interviews, die ich mit Personen aus aktivistischen und offiziellen Femizid-Beobachtungsstellen in Österreich und Spanien geführt habe. Meine Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit von Beobachtungsstellen weitaus komplizierter ist, als man sich das einfache Zählen oft vorstellt. Die Definition und Klassifizierung sozialer Phänomene sind sehr komplex, und begrenzte Ressourcen oder der eingeschränkte Zugang zu Informationen verstärken dies nur. Außerdem analysiere ich, wie Quantifizierung für die Zwecke dieses Themas der sozialen Gerechtigkeit genutzt wird. Gleichzeitig bleibe ich aber kritisch gegenüber der Frage, ob mehr Daten und Informationen wirklich das dringendste zu lösende Problem sind.
Abstract
(Englisch)
In relation to its small population, Austria records a high number of female murder victims each year. However, the category of feminicide is not defined nor is it subject to statistical observation by the government. In this thesis, I investigated several projects dedicated to changing this by counting feminicides. I wanted to understand how the modes of data production influence the final count and therefore the existing knowledge on feminicides. Part of my analysis concerns itself with how the definition of the term is used and what limitations counting practices have. Based on Science and Technology Studies and Critical Data Studies I highlight problems as well as chances of this data. The analysis is based on interviews I conducted with people from both activist and official feminicide observatories in Austria and Spain. My results show that the work of observatories is far more complicated than simple counting is often imagined to be. Defining and classifying complex social phenomena can be quite complicated and limited resources or access to information only contribute to this. I further analyse how quantification is leveraged for the purpose of this social justice topic, but at the same time remain critical towards whether more data and information are really the most pressing issues.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Femizid Quantifizierung Critical Data Studies Zählen
Schlagwörter
(Englisch)
counting femicide social justice
Autor*innen
Lea Wölfl
Haupttitel (Englisch)
Quantification for social justice
Hauptuntertitel (Englisch)
counting feminicides
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
101 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Fredy Alberto Mora Gàmez
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17790056
Utheses ID
79391
Studienkennzahl
UA | 066 | 906 | |
