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Irodalomterápia és női sorskérdések a 20. század eleji magyar írónők műveiben
Annamária Forgács
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Hungarologie und Finno-Ugristik
Betreuer*in
Karoly Kokai
DOI
10.25365/thesis.80489
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21389.85677.485459-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Meine Masterarbeit hat das Ziel, einen umfassenden Überblick über Literaturtherapie zu geben und deren Anwendung im Kontext weiblicher Schicksalsfragen in den Werken von ungarischen Schriftstellerinnen des frühen 20. Jahrhunderts zu analysieren. Literaturtherape – auch Bibliotherapie gennant – ist eine Form der Kunstherapie, die literarische Texte als Mittel zur psychischen und emotionalen Entwicklung einsetzt. Wegen ihrer Vielseitigkeit habe ich in der Fachliteratur keine einheitlich akzeptierte Definition dieses Begriffs gefunden, deshalb habe ich das Thema zuerst umfassend beleuchtet, und seinen historischen Hintergrund gezeigt. Ich habe dargestellt, daß der therapeutische Nutzen literarischer Werke vor allem in ihrer Fähigkeit liegt, den Lesenden Orientierung zu geben, emotionale Prozesse anzustoßen und Reflexion zu fördern. Ein zentraler Bestandteil der Literaturtherapie ist die Identifikation der Lesenden mit literarischen Figuren und deren Erfahrungen. Durch diese Identifikation erhalten die Teilnehemenden Möglichkeiten zur Selbstreflexion und können neue Bewältigungsstrategien entwickeln. Literarische Werke reflektieren häufig universelle menschliche Probleme und Konflikte, wodurch sie zur Auseinandersetzung mit eigenen Herausforderungen anregen können. Die therapeutische Wirkung der Literatur manifestiert sich in der Katharsis, in der Steigerung der Emapatihefähigkeit sowie in der Möglichkeit, die eigene Lebenssituation zu erkennen und aus einer distanzierten Perspektive zu betrachten. Meine Masterarbeit widmet sich insbesondere den Werken ungarischer weiblicher Autorinnen des frühen 20. Jahrhunderts – mit besonderem Augenmerk auf die Romanen: Farben und Jahren von Margit Kaffka und Die Straße der fischenden Katze von Jolán Földes – da diese Zeit eine Phase des gesellschaftlichen Wandels markierte, in der Frauen zunehmend literarische Stimmen erhielten. In ihren Werken setzen sie sich häufig mit Herausforderungen der weiblichen Identität, der gesellschaftlichen Rollenverteilung, der Emanzipation und der inneren Konflikte auseinander. Themen wie Ehe, Mutterschaft, Selbstverwirklichung, eigene Wille und soziale Erwartungen spielen eine zentrale Rolle in diesen Texten und bieten ein reichhaltiges Material für eine literaturtherapeutische Analyse. Meine Untersuchung zeigt auf, daß die in den literarischen Werken behandelten Schicksalsfragen von universeller Gültigkeit sind, und sich auch für heutige Leserinnen und Leser als wertvolle Reflexionsgrundlage erweisen. Die Literaturtherapie kann somit als Medium zur persönlichen Entwicklung genutzt werden, indem sie emotionale Prozesse unterstütz und zur Bewältigung von inneren Konflikten beiträgt. Die hier analysierten Werke belegen, dass die literarischen Darstellungen weiblicher Schicksale nicht nur historische Dokumente sind, sondern auch literaturtherapeutisches Potenzial für gegenwärtige Herausforderungen besitzen. Schließlich habe ich aufgezeigt, daß das bibliotherapische Lesen dieser Werke ein tieferes Verständnis für weibliche Lebenswelten entwickeln und dadurch Empathie sowie emotionale Intelligenz stärken. Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Literaturtherapie als interdisziplinäres Feld, das sowohl in der Psychologie als auch in der Literaturwissenschaft fruchtbare Anwendung findet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
ungarische Schriftstellerinnen weibliche Schicksalsfragen Bibliotherapie
Autor*innen
Annamária Forgács
Haupttitel (Ungarisch)
Irodalomterápia és női sorskérdések a 20. század eleji magyar írónők műveiben
Paralleltitel (Englisch)
Bibliotherapy and female fate narratives in the works of early 20th-century Hungarian woman writers
Paralleltitel (Deutsch)
Literaturtherapie und weibliche Schicksalsfragen in den Werken der ungarischen Schriftstellerinnen des frühen 20. Jahrhunderts
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
136 Seiten : Illustrationen
Sprache
Ungarisch
Beurteiler*in
Karoly Kokai
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17791430
Utheses ID
79393
Studienkennzahl
UA | 066 | 684 | |
