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Großmütterliches Investment in Europa
eine Untersuchung demografischer und sozioökonomischer Einflussfaktoren im Rahmen der Großmutterhypothese
Michelle Huber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Spanisch
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
DOI
10.25365/thesis.80505
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22028.75317.762148-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Großmutterhypothese beschreibt nach Alexander (1974) sowie Hawkes et al. (1998) den evolutionsbiologischen Nutzen postreproduktiver Frauen, die durch Investitionen in ihre Enkelkinder indirekt zur Erhöhung deren Fitness und somit in weiterer Folge zum intergenerationalen Ressourcentransfer beitragen. Ziel dieser Masterarbeit war es, demografische und sozioökonomische Einflussfaktoren der Unterstützung durch die Großmütter in modernen europäischen Gesellschaften empirisch zu testen. Im Fokus standen dabei vor allem Unterschiede im Investment zwischen mütterlicher und väterlicher Großmutter. Zu diesem Zweck wurde eine anonyme retrospektive Online-Befragung mit 194 Teilnehmenden im Alter von 16 bis 30 Jahren durchgeführt. Voraussetzung war dabei, dass die Proband*innen in ihrer Kindheit (bis zum Beginn des siebten Lebensjahres) in Europa aufgewachsen sind. Erhoben wurden in diesem Zuge unter anderem Faktoren wie Wohnnähe und Kontaktfrequenz sowie verschiedene Formen der Unterstützung. Außerdem wurde die wahrgenommene Beziehungsqualität zu beiden Großmüttern in der Kindheit und – sofern diese zum Zeitpunkt der Befragung noch lebten – in der Gegenwart abgefragt. Die Auswertung erfolgte anschließend mithilfe deskriptiver Statistiken sowie multipler Regressionsanalysen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere geografische Nähe und regelmäßiger physischer Kontakt zentrale Aspekte für die wahrgenommene Unterstützung und Beziehungsqualität der Enkelkinder zu ihren Großmüttern in der Kindheit darstellen. Dabei wurde die Großmutter mütterlicherseits als emotional näher und fürsorglicher beschrieben als die väterliche. Die Anzahl der Geschwister, die Familienstruktur beziehungsweise der sozioökonomische Status zeigten hingegen keinen signifikanten Einfluss auf die wahrgenommene Unterstützung in der Kindheit. Zudem korrelierte ein höheres großmütterliches Investment in der Kindheit mit engeren Beziehungen in der Gegenwart, während fehlende Unterstützung die Beziehungsqualität deutlich negativ beeinflusste. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Annahmen der Großmutterhypothese auch in modernen europäischen Gesellschaften und unterstreichen die Bedeutung emotionaler Nähe und früher Interaktion für die Qualität intergenerationaler Beziehungen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Großmutterhypothese großmütterliches Investment demografische Einflussfaktoren sozioökonomischer Status intergenerationale Beziehungen Europa
Schlagwörter
(Englisch)
grandmother hypothesis grandmaternal investment intergenerational relationships demographic factors socioeconomic status Europe
Autor*innen
Michelle Huber
Haupttitel (Deutsch)
Großmütterliches Investment in Europa
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung demografischer und sozioökonomischer Einflussfaktoren im Rahmen der Großmutterhypothese
Paralleltitel (Englisch)
Grandmaternal investment in Europe
Paralleluntertitel (Englisch)
an investigation of demographic and socioeconomic factors within the framework of the grandmother hypothesis
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
v, 77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikationen
42 Biologie > 42.21 Evolution ,
71 Soziologie > 71.21 Familie. Verwandtschaft
AC Nummer
AC17792183
Utheses ID
79411
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 529 | 02
