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Poesie und Klänge der Identität
die Rolle von Nationalhymnen in Frankreich, Österreich und Spanien für die Legitimation des Staates
Jasmin Mrzena-Merdinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Daniel Tröhler
DOI
10.25365/thesis.80635
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24422.62162.767397-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, wie Nationalhymnen im schulischen Kontext zur Konstruktion nationaler Identität beitragen und damit staatliche Legitimation unterstützen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Nation kein natürlich gegebenes Kollektiv ist, sondern eine historisch entstandene Bedeutungsordnung, die im Bildungssystem fortlaufend reproduziert wird. Ein historisch vergleichender und diskursanalytischer Zugang erlaubt es, Nationalhymnen als verdichtete Symbole politischer Ordnung zu analysieren. Der Ländervergleich Frankreich, Österreich, Spanien zeigt, dass Hymnen in allen Fällen, jedoch in unterschiedlicher Weise, wirksam scheinen. Frankreich mobilisiert eine republikanische politische Sprache, die im schulischen Ritual aktiv aktualisiert wird. Österreich stabilisiert ein fragiles nationales Selbstbild über ästhetische Harmonisierungsstrategien, die auf Konsens und Kontinuität abzielen. Spanien verweist auf die Grenzen symbolischer Integration, da die textlose Nationalhymne mit starken regionalen Symbolen konkurriert und Schule zu einem Austragungsort pluraler Zugehörigkeiten wird. Die Arbeit zeigt, dass Schulen nationale Identität nicht nur vermitteln, sondern performativ hervorbringen, und dass nationale Symbole sowohl integrieren als auch ausgrenzen können.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines how national anthems contribute to the construction of national identity in school contexts and thereby support the legitimacy of the state. The point of departure is the assumption that the nation is not a naturally given collective, but rather a historically produced order of meaning that is continually reproduced within the education system. A historically comparative and discourse-analytical approach makes it possible to analyze national anthems as condensed symbols of political order. The comparison of France, Austria, and Spain shows that national anthems appear to be effective in all three cases, albeit in different ways. France mobilizes a republican political language that is actively enacted in school rituals. Austria stabilizes a fragile national self-understanding through aesthetic strategies of harmonization aimed at consensus and continuity. Spain points to the limits of symbolic integration, as its textless national anthem competes with strong regional symbols and schools become sites where multiple affiliations are negotiated. The thesis demonstrates that schools do not merely transmit national identity but actively bring it into being through performance, and that national symbols can serve both to integrate and to exclude.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nation Schule Nationalhymne Symbole Diskursanalyse
Schlagwörter
(Englisch)
nation schooling national anthem symbols discourse analysis
Autor*innen
Jasmin Mrzena-Merdinger
Haupttitel (Deutsch)
Poesie und Klänge der Identität
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle von Nationalhymnen in Frankreich, Österreich und Spanien für die Legitimation des Staates
Paralleltitel (Englisch)
Poetry and sounds of identity
Paralleluntertitel (Englisch)
the role of national anthems in France, Austria, and Spain for state legitimation
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
110 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniel Tröhler
Klassifikation
81 Bildungswesen > 81.10 Bildungspolitik. Allgemeines
AC Nummer
AC17802408
Utheses ID
79426
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
