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Partizipative Stadtentwicklung in Kiruna - Wunsch oder Wirklichkeit?
eine Fallstudie über Minderheiten- und Bürger:innenbeteiligung in der Stadtumsiedlung
Anna te Best
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Kerstin Krellenberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81050
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24557.63112.597639-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Evaluation von Partizipation in urbanen Planungsprojekten wird von etablierten Analysemodellen dominiert, welche eine eindimensionale Perspektive fördern. Liberalisierungstendenzen der Stadtplanung bergen das Gefahrenpotenzial, Partizipation als Instrument zur Legitimation einer marktorientierten Interessensdurchsetzung anzuwenden. Vor allem in Planungsentscheidungen zugunsten der Mineral- und Energiegewinnung kann eine Diskrepanz im Durchsetzungsvermögen der Interessen aufgrund der Dominanz politischer und ökonomischer Ziele festgestellt werden. Es ist daher notwendig, die Qualität und den Erfolg von Partizipationsprozessen multiperspektivisch zu analysieren. Zu diesem Zweck wird ein eigenständiges Analysemodell etabliert, welches die Akteur:innenvielfalt der Planungsprozesse abdeckt. Vor allem die Berücksichtigung von persönlichen Aspekten der Partizipation seitens der Zivilgesellschaft und marginalisierter Gruppen stellt eine Forschungslücke dar. Um zur Schließung dieser beizutragen, wird eine Fallstudie des Partizipationsprozesses im Rahmen der Umsiedlung der nordschwedischen Stadt Kiruna durchgeführt. Die Stadt wird aufgrund der Ausweitung des Erzabbaus seit zwei Jahrzehnten großflächig umgesiedelt. Eine qualitative Online-Umfrage und leitfadenbasierte Expert:inneninterviews werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse untersucht und liefern Ergebnisse zur Wahrnehmung der Partizipationsgestaltung im Zuge der urbanen Transformation. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stadtumsiedlung Kirunas nicht als kollaborative Planung verstanden werden kann. Der Partizipationsprozess erfolgt ohne strategische Überlegungen zur Förderung und Sicherstellung inklusiver Möglichkeiten, wodurch die Entscheidungswirksamkeit dieser Verfahren eingeschränkt ist. Durch die empirische Integration der Standpunkte der Zivilgesellschaft, der Rentierzüchter:innen sowie der ökonomischen und politischen Stakeholder:innen konnte der Partizipationsprozess multidimensional evaluiert werden und die Wechselwirkung verschiedener Erfolgsbedingungen und Herausforderungen festgestellt werden.
Abstract
(Englisch)
The evaluation of participation in urban planning projects is dominated by established models that promote a one-dimensional perspective. Increasing liberalisation in urban planning carries the potential risk of using participation as a way to legitimise market-oriented interests. Particularly in planning decisions in favour of mineral and energy extraction, a discrepancy in the enforcement of interests can be observed due to the dominance of political and economic goals. It is therefore necessary to analyse the quality and success of participation processes with a multi-perspective approach. For this purpose, an independent analysis model is being established that covers the diversity of participants in the planning processes. In particular, the consideration of personal aspects of participation among civil society and marginalised groups represents a research gap. Therefore, a case study of the participation process in the context of the relocation of the northern Swedish city of Kiruna is being conducted. The city has been undergoing a large-scale resettlement for two decades due to the expansion of underground ore mining. A qualitative online survey and guided expert interviews are examined using qualitative content analysis and provide insight into perceptions of participation design in the context of urban transformation. The results show that the urban relocation of Kiruna cannot be understood as collaborative planning. The participation process takes place without strategic considerations for promoting and ensuring inclusive opportunities, which limits the effectiveness of these procedures in terms of decision-making. Through the empirical integration of the perspectives of civil society, reindeer herders, economic and political stakeholders, the participation process has been evaluated multidimensionally and the interaction of various success factors and challenges has been identified.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Partizipation urbane Transformation Stadtentwicklung Kiruna Minderheiten Sámi Bergbau
Schlagwörter
(Englisch)
Participation urban transformation urban development Kiruna minorities Sámi mining
Autor*innen
Anna te Best
Haupttitel (Deutsch)
Partizipative Stadtentwicklung in Kiruna - Wunsch oder Wirklichkeit?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Fallstudie über Minderheiten- und Bürger:innenbeteiligung in der Stadtumsiedlung
Paralleltitel (Englisch)
Participatory urban development in Kiruna - dream or reality?
Paralleluntertitel (Englisch)
a case study on minority and citizen participation in urban relocation
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
VI, 181 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kerstin Krellenberg
Klassifikation
74 Geographie > 74.72 Stadtplanung. kommunale Planung
AC Nummer
AC17858827
Utheses ID
79435
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 510 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1