Detailansicht

Settingentscheidungen in der systemischen Familientherapie
eine qualitative Untersuchung professioneller Handlungsmuster
Louisa Anais Heitmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Judith Schoonenboom
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.80533
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27437.93381.595230-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Frage, wie systemische Therapeut*innen in der Arbeit mit Familien ihre Wahl des therapeutischen Settings begründen. Im Mittelpunkt stehen die subjektiven Deutungen und Überlegungen von Therapeut*innen in Bezug darauf, ob mit dem Kind, mit den Eltern oder im Rahmen eines gemeinsamen Familiensettings gearbeitet wird. Damit greift die Arbeit ein zentrales, für den Verlauf therapeutischer Prozesse relevantes Element systemischer Praxis auf, das in der wissenschaftlichen Literatur bislang nur begrenzt systematisch untersucht wurde. Zur Bearbeitung der Fragestellung wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews mit systemisch ausgebildeten Therapeut*innen, die regelmäßig mit Familien arbeiten. Die Auswertung der Interviews wurde in Anlehnung an die Grounded Theory (Strübing, 2018, 2021) vorgenommen, um zentrale Entscheidungslogiken zur Settingwahl herauszuarbeiten. Die Ergebnisse zeigen, dass Settingentscheidungen in der systemischen Praxis selten auf klar definierten Kriterien beruhen, sondern vielmehr durch das Zusammenspiel von situativen Bedingungen, theoretischem Wissen, praktischer Erfahrung und institutionellen Rahmenbedingungen geprägt sind. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Schließung einer bestehenden Forschungslücke und macht implizite Entscheidungsprozesse systemischer Therapeut*innen sichtbar.
Abstract
(Englisch)
This master's thesis addresses the question of how systemic therapists justify their choice of therapeutic setting when working with families. The focus is on therapists' subjective interpretations and considerations regarding whether to work with the child, with the parents, or within a joint family setting. The thesis thus addresses a central element of systemic practice that is relevant to the course of therapeutic processes but has only been systematically examined to a limited extent in the scientific literature to date. A qualitative research design was chosen to address the research question. Data was collected using guided interviews with therapists trained in systemic therapy who regularly work with families. The interviews were evaluated using grounded theory (Strübing, 2018, 2021) to identify key decision-making logics for setting selection. The results show that setting decisions in systemic practice are rarely based on clearly defined criteria but are rather shaped by the interplay of situational conditions, theoretical knowledge, practical experience, and institutional frameworks. The work thus contributes to closing an existing research gap and makes implicit decision-making processes of systemic therapists visible.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Settingentscheidungen Systemische Therapie Systemische Familientherapie Setting
Autor*innen
Louisa Anais Heitmann
Haupttitel (Deutsch)
Settingentscheidungen in der systemischen Familientherapie
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Untersuchung professioneller Handlungsmuster
Paralleltitel (Englisch)
Setting decisions in systemic family therapy
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative study of professional patterns of action
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
101 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Judith Schoonenboom
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.72 Psychotherapie. Allgemeines ,
79 Sozialpädagogik > 79.00 Sozialpädagogik. Sozialarbeit. Allgemeines
AC Nummer
AC17792932
Utheses ID
79477
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1